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Nico Rosberg wird hinter dem Safety Car ins Rennen gehen © Getty Images

Am Sonntag kann Nico Rosberg seinen ersten WM-Titel perfekt machen. Beim vorletzten Rennen der Saison braucht der Mercedes-Pilot beim GP von Brasilien einen Sieg.

Mercedes-Pilot Nico Rosberg sieht vor seinem WM-Matchball beim Großen Preis von Brasilien in Sao Paulo (ab 16.45 Uhr im LIVETICKER) keinen Vorteil in der Tatsache, dass er 2014 und 2015 auf dem Autodromo Jose Carlos Pace zum Sieg gefahren ist.

"Ich liebe die Strecke. Aber was in den letzten zwei Jahren war, zählt nicht mehr. Das Rennen startet bei Null", sagte Rosberg, der von Rang zwei ins Rennen starten wird.

Rosberg hat in der Fahrerwertung 19 Punkte Vorsprung auf Teamkollege Lewis Hamilton. Um die Chance auf seinen vierten Titel zu wahren, muss der Weltmeister daher wohl seinen ersten Sieg in Interlagos einfahren - mit der Pole hat Hamilton zumindest einmal beste Voraussetzungen dafür geschaffen.

SPORT1 hat alle Infos bis zum Rennbeginn:

+++ Grosjean kracht in die Mauer +++

Romain Grosjean fliegt bei der Erkundungsrunde ab und kracht in die Mauer! Damit ist das Rennen für ihn schon gelaufen, bevor es begonnen hat. Und das nach dem starken siebten Platz im Qualifying für den Haas-Piloten.

+++ Regenchaos droht +++

Das Rennen in Brasilien droht immer mehr zum Regenchaos zu werden. Anhaltender Niederschlag führte zu einer komplett nassen Strecke in Interlagos. Bei diesen Bedingungen könnte der Titelkampf zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton noch einmal spannend werden.

Zumindest in der Boxengasse erinnert der überschwemmte Bodenbelag das McLaren-Team eher an einen Swimming Pool:

+++ Regenrennen sehr wahrscheinlich +++

Der Große Preis von Brasilien könnte eine nasse Angelegenheit werden, denn am Sonntag steigt das Regenrisiko in Interlagos auf über 90 Prozent an.

Bei Red Bull setzt man darauf, dass der Regen den Rückstand auf Mercedes ausgleicht. "Sollte es wirklich regnen, fahren wir um den Sieg mit", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

Für Rosberg wäre ein Regenschauer alles andere als ideal, da damit die Dominanz der Silberpfeile schwinden würde und er im Regen in dieser Saison nicht immer den besten Eindruck gemacht hatte.

+++ Marko mit Seitenhieb auf Mercedes +++

Bei Red Bull ist man immer noch verärgert über den Anruf von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff beim Vater von Max Verstappen, weshalb sich Helmut Marko nach dem Qualifying einen Seitenhieb in Richtung der Silberpfeile nicht verkneifen kann.

"Ich habe Niki gesagt, er soll Toto vorschlagen, dass Mercedes um 11 Uhr sein eigenes Rennen fährt. Und dann machen um 14 Uhr alle anderen einen Grand Prix. Das wäre eine Lösung."

+++ Hamilton holt Pole vor Rosberg +++

Für die vorzeitige Erfüllung seines Kindheitstraums muss WM-Thronanwärter Nico Rosberg in der Heimat von Ayrton Senna im Rennen wohl eine grandiose Leistung zeigen.

Der Mercedes-Pilot, der beim Großen Preis von Brasilien mit einem Sieg aus eigener Kraft erstmals Formel-1-Weltmeister werden kann, wurde im Qualifying für das Rennen am Sonntag in Sao Paulo (ab 16.45 Uhr Uhr im LIVETICKER) Zweiter hinter seinem Teamkollegen und WM-Rivalen Lewis Hamilton (England).

Um 0,102 Sekunden war Rosberg (1:10,838 Minuten) langsamer als der bärenstark fahrende Hamilton, der sich in 1:10,736 Minuten die 60. Pole seiner Karriere sicherte und damit gute Chancen hat, auch Rosbergs zweiten WM-Matchball abzuwehren.

+++ Deutschland-Rennen kaum zu retten +++

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone sieht für den Großen Preis von Deutschland nicht nur für 2017 schwarz. "Ich weiß nicht, wie wir dieses Rennen überhaupt retten können", sagte der 86 Jahre alte Brite motorsport.com am Rande des Großen Preises von Brasilien (ab 16.45 Uhr im LIVETICKER).

Der Hockenheimring war als Gastgeber des Deutschland-Grand-Prix am 30. Juli 2017 im Ende September veröffentlichten vorläufigen Rennkalender mit der Anmerkung "noch zu bestätigen" aufgeführt.

Laut Ecclestone soll eine endgültige Entscheidung in Kürze bei der Generalversammlung des Automobil-Weltverbandes FIA in Wien (28. November bis 2. Dezember) fallen. "Ich würde mein Geld wetten, dass er nicht stattfindet", sagte Ecclestone.

+++ Wolff: Red Bull braucht Psychiater +++

Ein Anruf von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff beim Vater von Max Verstappen hat für reichlich Aufregung vor dem Qualifying in Brasilien (Rennen, So., ab 16.45 Uhr im LIVETICKER) gesorgt.

Wolff hatte den ehemaligen Formel-1-Piloten Jos Verstappen am Telefon gemahnt, dass sich dessen Sohn nicht durch ein Harakiri-Manöver in den WM-Kampf zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton einmischen soll.

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko fand das gar nicht lustig. "Ich habe so eine Einmischung noch nie erlebt. Den Vater eines Fahrers anzurufen, um ihn zu manipulieren. Das ist schlechter Stil", polterte Marko bei auto motor sport.

Diese Vorwürfe weist Wolff jedoch vehement zurück. "Ich habe das mehr aus Sympathie für Max gemacht. Wenn das im anderen Team falsch ankommt, brauchen sie nicht mich, sondern einen Psychiater", sagte Wolff bei Sky.

+++ Brawn schürt Spekulationen um Ecclestone-Nachfolge +++

Der britische Star-Ingenieur Ross Brawn schließt die Übernahme der Nachfolge von Formel-1-Chefpromoter Bernie Ecclestone weiter nicht aus.

"Es ist nicht so, dass dies auf keinen Fall infrage kommt. Aber es ist auch nichts, was definitiv passieren wird", sagte der 61-Jährige dem Daily Express.

Gespräche mit dem designierten neuen Formel-1-Eigner Liberty Media würden "in drei bis sechs Monaten" ein klareres Bild bringen, führte Brawn aus. Die Ablösung des 86-jährigen Ecclestone als starker Mann der Königsklasse sei mittelfristig jedenfalls unumgänglich, erklärte der Brite weiter.

+++ Rosberg schneller als Hamilton +++

WM-Aspirant Nico Rosberg hat im Abschlusstraining zum Großen Preis von Brasilien auf abtrocknender Strecke die schnellste Runde gefahren und seinen Mercedes- und Titelrivalen Lewis Hamilton erstmals an diesem Wochenende übertroffen.

Rosberg, der mit einem Sieg im vorletzten Saisonlauf in Sao Paulo vorzeitig Weltmeister wäre, war in 1:11,740 Minuten allerdings lediglich 0,093 Sekunden schneller als der dreimalige Champion (1:11,833).

+++ Dennis bei McLaren wohl vor dem Aus +++

Ron Dennis, der beim McLaren-Rennstall in unterschiedlichen Funktionen am Gewinn von sieben Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und zehn Fahrer-Titeln beteiligt war, steht laut dem britischen TV-Sender Sky News unmittelbar vor seiner Ablösung als Konzernchef.

Demnach hat Dennis, der 25 Prozent der Anteile hält, dem Vorstand ein Übernahmeangebot einer chinesischen Investorengruppe in Höhe von umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro unterbreitet.

Angeblich habe der Interessent dem 69-Jährigen zugesichert, seinen im Januar 2017 auslaufenden Vertrag im Falle des Verkaufs zu verlängern. Dies habe die weiteren Vorstandsmitglieder dazu veranlasst, Dennis zu suspendieren.

+++ Vettel-Protest scheitert +++

Ferrari ist mit seinem Protest gegen die beim Großen Preis von Mexiko verhängte Zehn-Sekunden-Strafe seines Top-Piloten Sebastian Vettel gescheitert.

Am Rande des WM-Laufs von Sao Paulo erkannten die Stewards in einer Telefonkonferenz mit den am Vorfall vor zwei Wochen beteiligten Rennställen von Ferrari und Red Bull die von den Italienern vorgelegten "neuen Elemente" nicht an.

In der mündlichen Anhörung argumentierte Ferrari-Ingenieur Jock Clear, dass der zuständige Renndirektor nicht von seiner "Macht" Gebrauch gemacht hätte, dem niederländischen Red-Bull-Piloten Max Verstappen, der nach einem Verbremser die Schikane abgekürzt hatte, dessen dadurch gewonnenen Vorteil wieder zu nehmen.

Die Stewards des Automobil-Weltverbandes FIA wiesen jedoch darauf hin, dass der Renndirektor zwar die "absolute Autorität", aber nicht die Pflicht dazu hätte.

+++ Magnussen ersetzt Gutierrez +++

Das Starterfeld in der Formel 1 für die kommende Saison nimmt immer konkrete Formen an:

Der Däne Kevin Magnussen (24) ersetzt beim US-amerikanischen Haas-Rennstall den Mexikaner Esteban Gutierrez und wird Teamkollege des bisherigen Nummer-eins-Fahrers Romain Grosjean.

Rookie Pascal Wehrlein (Vertrag bei Manor läuft aus) kämpft um eines der wenigen verbleibenden Cockpits für die kommende Saison. Lediglich die Hinterbänkler-Teams Manor und Sauber haben ihre Fahrer für 2017 noch nicht benannt.

+++ Marchionne: Kein weiteres Geld für Ferrari +++

Ferrari-Präsident Sergio Marchionne erwartet nach der katastrophalen Formel-1-Saison der Scuderia im kommenden Jahr eine Steigerung ohne weitere Budgeterhöhungen.

"Ich habe für das Team viel Geld ausgegeben, soviel ich wollte", sagte der 64-Jährige in einer Telefonkonferenz mit internationalen Medien. In Zukunft müssten "diese Gelder besser genutzt werden", forderte der Manager. Damit erhöhte Marchionne abermals den Druck auf die Teamführung um Maurizio Arrivabene.

Vor der Saison hatte Marchionne den Titel in diesem Jahr gefordert. Aktuell wolle er aber "keinerlei Vorhersagen darüber treffen, wie wir uns 2017 schlagen werden", erklärte Marchionne.

+++ Zukunft der Formel 1 in Brasilien offen +++

Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hat sich im Vorfeld des Großen Preises von Brasilien (Sonntag, 17 Uhr im LIVETICKER) mit Staatschef Michel Temer getroffen.

Laut des Internetportals UOL war die Zukunft des WM-Laufes in Sao Paulo das Hauptthema des rund 30-minütigen Vier-Augen-Gesprächs.

Wie die Traditionsrennen in Deutschland und Kanada ist auch der Lauf in Brasilien im Rennkalender für 2017 noch nicht offiziell bestätigt.

+++ Rosberg glaubt an Kraft der Rituale +++

Vor dem womöglich schon entscheidenden Wochenende betont Nico Rosberg die hohe Bedeutung von Ritualen für ihn.

"Ich bin abergläubisch", sagt er. Zum Beispiel klatscht er mit Physiotherapeut Daniel Schlösser in der Startaufstellung nicht mehr ab. "Das ging das letzte Mal in die Hose", gesteht er.

Andere Rituale haben weniger mit Aberglaube als mit fixer Routine zu tun. Sie sind ein Mechanismus, der Intensität der Formel 1 zumindest ein wenig zu entkommen. "Mir ist wichtig, dass alles strukturiert abläuft und ich auch meine Phasen habe, in denen ich für mich sein kann. Sonst qualmt's da oben."

+++ Hamilton erinnert an Senna +++

Besondere Reminiszenz vom Formel-1-Weltmeister an eine Legende:

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton tritt beim Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 17 Uhr im LIVETICKER) mit einem gelb-grünen Helm an, der von der Farbgebung und -aufteilung stark an das traditionelle Design des 1994 verstorbenen dreimaligen Champions Ayrton Senna (Brasilien) erinnert.

"Inspiriert von meinem Idol Ayrton Senna und von Brasilien. Ich liebe es, hier zu sein. Es ist so ein besonderer Ort zum Rennfahren", kommentierte Hamilton das Design bei Twitter..

+++ Was wäre, wenn? +++

Nico Rosberg wird in Brasilien Weltmeister, wenn er ...

- gewinnt.
- Zweiter wird und Hamilton nicht auf das Podium kommt.
- Dritter und Hamilton maximal Sechster wird.
- Vierter und Hamilton maximal Achter wird.
- Fünfter und Hamilton maximal Neunter wird.
- Sechster und Hamilton maximal Zehnter wird.
- mindestens Sechster wird und Hamilton keine Punkte macht.

Lewis Hamilton vertagt in Brasilien die Entscheidung, wenn er ...

- gewinnt.
- Zweiter oder Dritter wird und Rosberg nicht gewinnt.
- Vierter oder Fünfter wird und Rosberg maximal Dritter wird.
- Sechster oder Siebter wird und Rosberg das Podium verpasst.
- Achter und Rosberg maximal Fünfter wird.
- Neunter und Rosberg maximal Sechster wird.
- Zehnter und Rosberg maximal Siebter wird.
- punktlos bleibt und Rosberg maximal Siebter wird.

So können Sie das Rennen LIVE verfolgen:

Im Liveticker: SPORT1.de

Im TV: RTL und Sky

Im Livestream:  RTL

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