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Nico Rosberg bezeichnet eine Veränderung an der Spitze der Formel 1 als "überfällig". Dennoch würdigt der Weltmeister die Arbeit von Ex-Boss Bernie Ecclestone.

Der zurückgetretene Weltmeister Nico Rosberg sieht im Abschied von Bernie Ecclestone eine große Chance für die Formel 1.

"Eine Veränderung war überfällig", schrieb der 31-Jährige bei Twitter und wandte sich direkt an den neuen Geschäftsführer Chase Carey: "Mr. Carey, viel Erfolg dabei, unseren Sport wieder großartig zu machen." Dennoch habe Ecclestone in den vergangenen Jahrzehnten einen "Megajob" für die Königsklasse gemacht.

Wolff rechnet mit Reformen

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff geht von grundlegenden Änderungen aus. "Eine Ära geht zu Ende, eine neue Ära beginnt. Es wird alles anders werden. Es ist eine gute Chance für uns alle", sagte der Österreicher der Bild.

"Die Stärken und die Herangehensweise des US-Unternehmens Liberty Media sorgen für Optimismus: "Die Amerikaner wissen, was es braucht, um Unterhaltung zu erzeugen, ohne den Sport aus den Augen zu verlieren. Sie beziehen, die Teams mit ein, die die Formel 1 in- und auswendig kennen."

Gleichzeitig würdigte auch Wolff die Verdienste Ecclestones. "Ohne Bernie wären wir alle nicht hier und es gäbe diesen Sport so nicht", sagte Wolff: "Man muss sich mit Hochachtung eingestehen, dass er eine der größten und globalsten Sportarten geschaffen hat."

Niki Lauda äußerte sich indes zurückhaltend. "Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen. Wir müssen abwarten", sagte der Aufsichtsrats-Chef des Mercedes-Rennstalls.

Rosberg erhofft sich "Würze"

Am Montagabend hatte das US-Unternehmen Liberty Media die Übernahme der Formel 1 vollzogen und in diesem Zuge Ecclestone als Geschäftsführer abgesetzt.

Der 62 Jahre alte Amerikaner Carey wird in einer Doppelfunktion Präsident und Geschäftsführer der neuen Formel-1-Gesellschaft. Ecclestone wurde zum "Chairman Emeritus" ernannt, gewissermaßen also zum Ehrenpräsidenten.

Zuletzt bereits hatte Rosberg angesichts des damals bevorstehenden Abschieds von Ecclestone unterstrichen, was er von den neuen Besitzern erwartet.

"Ich denke, Liberty Media kann ein wenig Würze hereinbringen", sagte der frühere Mercedes-Pilot: "Vielleicht können sie das Ganze sogar ein wenig amerikanisieren, auf Showbusiness verstehen sie sich eben. Und das brauchen wir jetzt."

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