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Bernie Ecclestone besuchte zuletzt das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel © Getty Images

Einen Tag nach dem Ende der fast 40-jährigen Regentschaft Bernie Ecclestones an der Spitze der Formel 1 überwiegen im Presseecho die Huldigungen. Der Überblick.

Einen Tag nach dem Ende der fast 40-jährigen Regentschaft Bernie Ecclestones an der Spitze der Formel 1 überwiegen im Echo der internationalen Presse die Huldigungen für den 86-Jährigen.

SPORT1 fasst zusammen:

ENGLAND:

Sun: "Auf die Plätze, fertig, los! Ecclestone bekommt vom dem Sport, den er seit 1978 führte, die Zielflagge gezeigt. Das amerikanische Unternehmen hat Grünes Licht für den Deal bekommen."

The Guardian: "Die überraschende Geschwindigkeit der Entscheidung ist ein klares Signal für die Absicht der neuen Besitzer, die Art und Weise, wie die Sportart läuft, zu verändern. Es stellt die bedeutendste Verschiebung in der Formel 1 seit Ecclestones Übernahme in den späten 1970er Jahren dar."

Daily Mail: "Die Formel 1 unterzieht sich dem größten Facelifting seit 40 Jahren. Ecclestone wurde als Rudelführer der Serie beiseite geschoben."

FRANKREICH:

L'Equipe: "Der Big Boss der Formel 1 ist nicht mehr da. Seit Dienstagvormittag ist Mister E ein Rentner."

ITALIEN

Corriere della Sera: "Ecclestones Imperium stürzt ein. Die Herbstzeit des F1-Patriarchen hat begonnen. Ist ein Zircus ohne Mister E. überhaupt vorstellbar? Vom absoluten Herrscher zum Hofberater: Das ist ein riesiger Sturz für einen, der einen Nischensport zu einer Weltshow gemacht hat."

Gazzetta dello Sport: "Nach 40 Jahren geht die Ära Ecclestone zu Ende. Ein vier Jahrzehnte dauerndes Kapitel der F1 mit tiefen Umwandlungen ist ein Verdienst Ecclestones, der mit seinem unbestreitbaren Geschäftssinn ein Imperium im Wert von zwei Milliarden Pfund aufgebaut hat."

Corriere dello Sport: "Am Schluss muss Ecclestone kapitulieren. Bernie Ecclestone ist nicht mehr der Zar der Formel 1. Vier Jahrzehnte lang war er der unbestrittene Monarch der F1. Visionär und gewandt, umstritten und mit riesigem Verhandlungstalent: Ein kleiner Gigant, der in 40 Jahren ein Gleichgewicht zwischen Autobauern, Premierministern und Scheichs gefunden hat. Doch ganz wird Ecclestone bestimmt nicht aus der Szene verschwinden."

La Stampa: "Die F1 schließt ihrem Boss die Tore. Die neuen Herren der F1 wollten Ecclestone anfangs noch eine Übergangsrolle anvertrauen, sie haben aber dann schnell begriffen, dass dies mit Bernie nicht möglich ist. Niemand hätte jedoch mit einem so raschen Ausstieg von Mister Ecclestone gerechnet."

Il Messaggero: "Der Abschied des Bosses. Mit seinem üblichen Humor hat er eingesehen, dass er entthront worden ist. Mit der Rolle des Ehrenpräsidenten weiß er nichts anzufangen. Jetzt werden Ecclestones Tage ruhiger werden."

SPANIEN:

Marca: "Der Autoverkäufer, der die Formel 1 in ein Geschäft verwandelt hat."

ÖSTERREICH:

Kurier: "Dreigestirn statt Zampano. Für die Formel 1 endet mit der Ablösung von Bernie Ecclestone ihr erfolgreichstes, längstes, aber auch schwierigstes Kapitel. Seit den 1970er Jahren leitete Ecclestone die Geschicke der Königsklasse weg von einer reinen Rennserie, hin zur gigantischen, globalen Geldmaschinerie."

SCHWEIZ:

Blick: "Der frühere Autohändler aus London hat die Formel 1 mit einer starken Hand, ja mit diktatorischen Zügen zum Big Business gemacht. Davon profitierten die Fahrer mit ihren Millionen-Gehältern und auch die Teams. Für das sportliche Schlamassel war Bernie nie verantwortlich. "

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