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Sebastian Vettel feiert in Melbourne den Sieg mit seinem Ferrari
Sebastian Vettel feiert in Melbourne den Sieg mit seinem Ferrari © Getty Images

Vor dem Rennen in Schanghai bringt das Wetter den Zeitplan durcheinander. Im dritten Training läuft es aber reibungslos - und Sebastian Vettel trumpft auf.

Vor dem Großen Preis von China hat das Wetterchaos in Schanghai den Zeitplan mächtig durcheinander gewirbelt. Das erste Freie Training wurde zweimal abgebrochen, das zweite fand gar nicht statt, sogar eine Rennverlegung war im Gespräch.

Das dritte Freie Training fand aber statt - und Sebastian Vettel diktierte das Tempo. Unter erstmals trockenen Bedingungen in Shanghai hinterließ der WM-Führende kurz vor dem Qualifying (ab 9 Uhr im LIVETICKER) in 1:33,336 Minuten den stärksten Eindruck und distanzierte den Briten Lewis Hamilton (1:33,879) im Mercedes um mehr als eine halbe Sekunde.

Auch das Rennen am Sonntag kann wohl planmäßig durchgeführt werden (Sonntag ab 8 Uhr im LIVETICKER).

Hamilton distanziert

Auch Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen (1:33,389/Finnland) und dessen Landsmann Valtteri Bottas (1:33,707) im zweiten Silberpfeil waren noch schneller als Vize-Weltmeister Hamilton. Nico Hülkenberg (29) landete im Renault in 1:35,449 Minuten auf Rang elf.

Nach dem Smog-Chaos am Freitag konnten Vettel und Co. unter normalen Witterungsbedingungen auf dem 5,451 km langen Kurs fahren und erstmals wichtige Erkenntnisse für das Rennen sammeln.

Aufgrund von Smog in der chinesischen Metropole wurden am Freitag lediglich 22 Minuten im ersten Freien Training gefahren, das zweite Freie Training fiel sogar komplett aus. Vettel und Hamilton brachten keine einzige Runde auf den nassen Asphalt. Im Notfall hätte der Rettungshubschrauber nach einem Crash nicht im anvisierten und 38 km entfernten Krankenhaus landen können. Statt der geplanten drei Stunden konnte nur 22 Minuten gefahren werden.

Wehrlein fehlt erneut

Pascal Wehrlein verpasst wegen mangelnder Fitness nach einem Unfall beim sportlich bedeutungslosen "Race of Champions" im Winter das Rennen. Seine dabei erlittene Verletzung war offenbar schlimmer als bislang angenommen. "Pascal hat sich bei dem Unfall Wirbel im Halswirbelbereich gestaucht und gebrochen. Er hat Glück gehabt, dass es nicht zu einer weitreichenderen Verletzung gekommen ist", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über den Silberpfeil-Zögling.

Allerdings hatte der Automobil-Weltverband FIA Wehrlein schon am 23. März nach einer ärztlichen Untersuchung die Starterlaubnis für das Auftaktrennen in Australien gegeben. Der 22-Jährige trainiert derzeit intensiv für seine Rückkehr und wird in China erneut von dem Italiener Antonio Giovinazzi ersetzt.

Strecke spielt Ferrari in die Karten

Die Strecke in China dürfte Vettel und Ferrari in die Karten spielen. Denn auf dem Schanghai International Circuit stehen die Reifen im Fokus. Der 5,451 km lange Kurs zeichnet sich durch langgezogene Kurven aus, in denen die Reifen besonders gefordert werden.

Bereits in Melbourne profitierte Vettel davon, dass seine Reifen länger hielten und er so später als Hamilton einen Boxenstopp einlegen musste.

In China will der Deutsche nun den zweiten Coup landen - und seine Führung in der WM-Wertung verteidigen. Ein starkes Qualifying und eine dementsprechend gute Startposition wären dabei ein erster großer Schritt in die richtige Richtung.

So können Sie den Großen Preis von China live verfolgen:

Live-Ticker: SPORT1

TV: RTL/Sky

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