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Fernando Alonso macht einen Ausflug zum Indy 500 © Getty Images

Die Spekulationen um die Zukunft von Fernando Alonso halten an. Nun spricht Motorsportchef Toto Wolff über einen möglichen Wechsel des Spaniers zu Mercedes.

Wo fährt Fernando Alonso in der nächsten Saison? Die zukunft des Spaniers ist derzeit eine der am heißesten diskutierten Fragen in der Formel 1.

Neben einer Rückkehr zu Ferrari steht auch ein Wechsel zu Mercedes im Raum. Toto Wolff, Motorsportchef der Silberpfeile, hat nun eine Liaison nicht ausgeschlossen.

"Man sollte niemals Nein sagen, das wäre dumm", sagte Wolff der spanischen Zeitung Marca. "Er hat noch drei oder vier Jahre vor sich und kann Rennen und Meisterschaften gewinnen. Die Pace ist da und seine Motivation auch. Ich glaube auch nicht, dass sein Alter ein Problem ist", fügte er über den 35-Jährigen hinzu.

Alonso setzt Zeichen bei Indy 500

Alonso erlebt eine Katastrophen-Saison sondersgleichen. Sein McLaren-Honda ist hoffnungslos unterlegen, ständig muss das Team technische Mängel beheben.

Während sich die Königsklasse am letzten Mai-Wochenende beim Stadt-Grand-Prix von Monaco tummelt, macht Alonso einen Abstecher zum legendären Indy 500.

Am dritten Trainingstag ließ er bereits sein Können aufblitzen und setzte die viertbeste Zeit aller Fahrer. Möglicherweise darf er seine Fähigkeiten 2018 bei Mercedes unter Beweis stellen.

Doch Wolff hat nicht nur den zweifachen Weltmeister auf dem Zettel. "Realistisch betrachtet, gibt es womöglich andere Fahrer, die im Moment Priorität vor Fernando hätten. Valtteri und Lewis sind Priorität, außerdem beobachten wir unsere Junioren, Ocon und die anderen. Er ist Teil der Gruppe, aber nicht mehr", nannte Wolff weitere Kandidaten.

In dieser Saison fahren Lewis Hamilton und Valtteri Bottas für das deutsche Team. Der Finne ist als Nachfolger von Nico Rosberg jedoch nur mit einem Einjahresvertrag ausgestattet worden.

Brisante Vergangenheit mit Hamilton

Einen Haken hätte die mögliche Wiedervereinigung von Hamilton und Alonso, die bereits 2007 gemeinsam für McLaren fuhren. Damals kam der junge Brite ins Team von Ron Dennis und wollte dem frischgebackenen zweifachen Weltmeister ebenbürtig sein.

Ein interner Kampf um die Vormachtstellung entbrannte, woraufhin weder Hamilton noch Alonso den Titel holen konnte. Kimi Räikkönen war der lachende Dritte.

"Ich denke, dass die besten Fahrer die Herausforderung immer annehmen und Fernando wäre definitiv eine Herausforderung, aber es geht nicht nur darum, dass Lewis ein gutes Verhältnis zu Fernando hat, es spielt hingegen die gesamte Dynamik des Teams eine Rolle. Man muss sich die Persönlichkeiten und Charaktere ansehen und sich fragen, ob sie ins Team passen", beleuchtete Wolff diese Thematik.

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