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F1 Grand Prix of Austria
Lewis Hamilton fehlte als einziger Fahrer bei der Formel-1-Show in London © Getty Images

München und London - Bei der Formel-1-Show in London fehlt Lewis Hamilton. Der Vize-Weltmeister schmollt offenbar, weil Mercedes-Boss Toto Wolff angeblich um Rivale Sebastian Vettel buhlt.

Ausgerechnet der Brite Lewis Hamilton fehlte bei der großen PS-Promo-Show der Formel 1 in London - das verwunderte dann doch etwas.

Am Mittwoch waren 19 von 20 Fahrern zum Live-Event am Traffalgar Square erschienen, nur der dreimalige Weltmeister war in seiner Heimat nicht dabei.

"Ich habe versucht, mich so gut wie möglich auf das Wochenende vorzubereiten, und habe entspannt. Das werden sehr intensive Tage", gab Hamilton vor dem Grand Prix am Sonntag (14 Uhr im LIVETICKER) zu Protokoll. 

Der wahre Grund soll aber ein ganz anderer sein. Und Hamiltons großer Konkurrent, der WM-Führende Sebastian Vettel, sowie Mercedes Boss Toto Wolff spielen dabei offenbar eine entscheidende Rolle.

Wirbel um Wolff und Vettel

Hamilton soll sauer auf seinen Chef sein.

Hintergrund ist laut Daily Mail der 30. Geburtstag von Vettel, genauer gesagt: die entsprechende Party, die Vettel in seiner Schweizer Wahlheimat gab. Unter den Gästen: Mercedes-Teamchef Wolff.

Dass sein Boss wenige Tage nach dem Rambo-Eklat von Baku ausgerechnet mit Bösewicht Vettel feierte, war dabei wohl nur Teil des Problems.

Vielmehr soll Hamilton Wolff angeblich vorwerfen, dass dieser sich bei der Gelegenheit darum bemüht haben soll, Vettel zu einem Wechsel zu Mercedes zu überreden.

Hamilton erntet Pfiffe

Bei Mercedes will man von derlei Querelen nichts wissen.

"Ich weiß nicht, warum ich der einzige Fahrer war, der nicht da war, jeder konnte das selbst entscheiden", sagte Hamilton, der für sein Fernbleiben im Heimatland Pfiffe der Fans erntete.

Für ihn seien der WM-Triumph und die Konzentration auf die kommenden Rennen wichtiger gewesen.

"Toto hat und wird sein Privatleben nicht kommentieren", erklärte ein Mercedes-Sprecher zur angeblichen Feier bei Vettel. Der Teamchef selbst nahm Hamilton in Schutz: "Lewis hatte das Gefühl, dass er in dieser intensiven Meisterschaft eine kurze Pause braucht." 

Während Hamilton so in London der Buhmann war, konnte Vettel verlorene Sympathien zurückholen.  

"Ich weiß nicht, warum er heute nicht hier ist", sagte er und grinste dabei verschmitzt. Denn ihm war bewusst, dass ihm die Abwesenheit des Mercedes-Piloten in die Karten spielte.

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