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Pressestimmen zu Sebastian Vettel
Sebastian Vettel ist nach Platz zwei in Österreich dem WM-Titel wieder ein Stück näher © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/Kiosko/thesun.co.uk

Für die internationalen Medien steigt mit Valtteri Bottas ein dritter Titelkandidat empor. Lewis Hamilton muss fortan nicht mehr nur "Nemesis" Sebastian Vettel fürchten.

Beim Großen Preis der Formel 1 in Österreich wuchs für die internationale Presse neben "Motzki" Sebastian Vettel und Lewis Hamilton ein dritter Titelkandidat empor. Gemeint ist natürlich der Finne Valtteri Bottas, der mit seinem "stratosphärischen" Start für viel Wirbel sorgte.

Ferrari-Pilot Vettel wird derweil für seine Konstanz und seine Form gelobt, die seinem größten Widersacher zuzusetzen scheint. 

Die internationalen Pressestimmen zum Spielberg-Rennen:

ENGLAND

Telegraph: "Lewis besteht darauf, dass er nichts verändern muss, obwohl er schon zum zweiten Mal in Folge auf dem Podium fehlte. Auf dem Weg zu seinem Heimspiel in Silverstone hetzt Hamilton hinter WM-Leader Vettel her und spürt auch schon den Atem von Spielberg-Sieger Valtteri Bottas im Nacken. Ich werde alles geben, sagt Hamilton - und das ist ja eigentlich gar nicht so wenig."

Daily Mail: "Der WM-Leader Vettel ist von Valtteris Sieg nicht ganz überzeugt: Sein Start war nicht menschlich, sagt Seb. Bottas schoss los wie eine Rakete, aber alles war in Ordnung so, sagt die Rennleitung. Hamilton macht noch das Beste aus einem für ihn vollkommen missratenen Wochenende."

The Guardian: "Nun stellt auch Valtteri Bottas Hamiltons Titelhoffnungen in Frage. Der Finne wehrt auch die massive Attacke von Sebastian Vettel ab und schwingt sich zum ernsthaften Herausforderer auf. Hamiltons vierter Platz lässt ihn frustriert und wütend zurück. Er weiß, dass Ergebnisse wie dieses auf Dauer nicht reichen werden."

Sun: "Bis zum bitteren Ende: Lewis verpasst zum Abschluss eines misslungenen Wochenendes erneut das Podium und muss sich nun etwas einfallen lassen, um seine Titelchancen am Leben zu halten. Ihn trennen bereits 20 Punkte von der deutschen Nemesis Sebastian Vettel, und hinter ihm lauert sein Teamkollege Valtteri Bottas, der allmählich zum Siegfahrer wird."

FRANKREICH

L'Equipe: "Der Geniestreich von Valtteri Bottas und sein stratosphärischer Start retten einen eintönigen Grand Prix von Österreich. Vettel wird Zweiter und zweifelt lautstark die Rechtmäßigkeit von Bottas' 'unmenschlichem' Start an."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Nur um ein Haar hat Ferrari auf der spektakulären Strecke von Zeltweg den Sieg verpasst. Vettel hätte einen Erfolg gebraucht, er hat ihn zwar verfehlt, hat jedoch ein Super-Tempo halten können. Am Schluss siegt Bottas mit seinen blauen Augen und seinem schlauen Lächeln. Für Vettel ist er zum gefährlichen Rivalen geworden."

Corriere dello Sport: "Ferrari ist nicht mehr allein an der Spitze in der globalen Revolution der F1. Nach zwei Siegen kämpft jetzt auch Bottas um den Titel, niemand sollte ihn unterschätzen. Für Hamilton, der menschlicher geworden ist, allerdings immer schnell bleibt, ist der Kampf um den WM-Titel offener denn je."

Tuttosport: "Bottas hinterlässt seine Unterschrift auf dem Red Bull Ring und feiert den zweiten Erfolg seiner Karriere. Vettel versucht zwar ein Überholmanöver im Finale, schafft es jedoch nicht. Ferrari bleibt ein wettbewerbsfähiges Team, die WM ist noch lang, doch Vettel muss sich vor gefährlichen Rivalen in Acht nehmen."

La Repubblica: "Aus dem GP in Zeltweg geht klar hervor, dass Mercedes mit zwei Piloten um den WM-Titel kämpft, während Ferrari nur mit Vettel rechnen kann. Ein Vettel in guter Form, der jedoch in Zeltweg nicht den ersten Platz erobert. Er ist aber ein solider und konstanter Pilot mit 20 Punkten Vorsprung auf Hamilton."

Corriere della Sera: "Ohne ersten Platz und ohne Pole Position festigt Vettel seine Position an der Spitze der WM. Das ist einem wettbewerbsfähigen Auto und Vettel selbst zu verdanken, der zielorientiert und zuverlässig ist. Ganz im Gegensatz zu Hamilton, der aber mit der Unterstützung eines tollen Teamkollegen wie Bottas rechnen kann. Das Schicksal dieser WM scheint mehr von den Fehlern als von den Spitzenleistungen der Piloten abhängig zu sein."

ÖSTERREICH

Kronenzeitung: "Starker Bottas erobert Spielberg. Wolff jubelt: Wir haben zwei Nummer-1-Fahrer. Mit einem Wahnsinnsstart, 201 Tausendstel Reaktionszeit, legte Valtteri Bottas den Grundstein zum Sieg beim 30. Grand Prix von Österreich."

SCHWEIZ

Blick: "Vettel wettert wieder. Keine Baku-Dramen in Spielberg, doch am Ende war es wieder WM-Leader Vettel, der die Emotionen hervorrief. Bottas siegt ultraknapp vor Vettel."

SPANIEN

Marca: "Bottas gewinnt und rettet Mercedes, Vettel vergrößert seinen Vorsprung. Nur in den letzten drei Runden kam etwas Spannung auf, als Hamilton versuchte, Ricciardo zu erwischen. Der zweite Platz von Vettel ist gar nicht mal so schlecht, wenn man sich den vierten Platz seines großen WM-Rivalen Hamilton anschaut."

As: "Sieg für Bottas, Hamilton wird "nur" Vierter, Vettel Zweiter, mit diesem Resultat kann der Deutsche recht gut leben. Das Rennen ähnelte bis fünf Runden vor Schluss einer Schachpartie zwischen Karpow und Kasparow. Jetzt geht es nach Silverstone, vielleicht ist dann Hamilton wieder dran, lassen wir uns überraschen."

Sport: "Valtteri Bottas wird nach seinem zweiten WM-Sieg in dieser Saison und seinem Science-Fiction-Start noch ein Wörtchen im Kampf um den Titel mitreden. Vettel wird Zweiter und hat jetzt 20 Punkte Vorsprung auf Hamilton, der Vierter wird und zum zweiten Mal in Folge nicht auf dem Podium steht."

El Mundo Deportivo: "Bottas führt Vettel in Österreich vor. Valtteri holt das Ding und ist jetzt nur noch 35 Punkte von WM-Spitzenreiter Vettel entfernt. Hamilton ist angeschlagen, Frustration pur bei dem Briten, ein vergeigtes Wochenende für ihn."

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