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Carmen Jorda war Entwicklungsfahrerin bei Lotus bzw. Renault
Carmen Jorda war Entwicklungsfahrerin bei Lotus bzw. Renault © Getty Images

Die ehemalige Testfahrerin Carmen Jorda hält Frauen in der Männer-Domäne Formel 1 für chancenlos und setzt sich für eine eigene Rennserie ein. Widerspruch folgt prompt.

Gibt es bald eine eigene Formel 1 für Frauen? Wenn es nach Carmen Jorda geht, lautet die Antwort: Ja!

Die 29-Jährige, bis Ende letzten Jahres Test- und Entwicklungsfahrerin bei Renault, fordert eine Rennserie für Frauen. 

Bei einer Diskussionsrunde, die von ihrer Agentur CSM veranstaltet wurde, sagte die Automobilrennfahrerin: "Es ist nicht fair, mit Männern verglichen zu werden, weil wir niemals auf einem gleichen Level konkurrieren können."

Auf Twitter ergänzte sie: "Ich glaube, eine Formel 1 für Frauen würde es uns ermöglichen, unsere Träume zu erfüllen und mit gleichen Voraussetzungen zu kämpfen."Jorda.

Die Forderung sorgte für ein gespaltenes Echo. Sophia Flörsch, in der ADAC Formel 4 derzeit die einzige Frau, kann sich damit nicht anfreunden. "Dem kann ich nicht zustimmen. Das ist Unsinn", twitterte die 16-Jährige aus Grünwald. 

Frauen nehmen zwar schon seit vielen Jahrzehnten an Autorennen teil, den Durchbruch in dieser Männer-Domäne haben sie bislang aber nicht geschafft.

2014 hatte Susie Wolff in der Formel 1 beim Rennen in Silverstone das Erste Freie Training für Williams absolviert und nahm damit erste Frau seit 1992 an einem Rennwochenende in der Königsklasse teil.

Seitdem hatten Frauen jedoch nur noch repräsentative Rolle inne: Jorda selbst wurde mittlerweile durch Nachwuchspilotin Marta Garcia ersetzt.

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