vergrößernverkleinern
F1 Grand Prix of Brazil - Practice
Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ist viermaliger Weltmeister © Getty Images

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ärgert sich nach dem Qualifying in Brasilien über die knapp verpasste Pole. Lewis Hamilton ist nach seinem Crash ratlos. Stimmen.

Gerade einmal 38 Tausendstelsekunden fehlten Ferrari-Pilot Sebastian Vettel im Qulaifying zum Großen Preis von Brasilien (ab 17 Uhr im LIVETICKER), um von Startplatz eins starten zu dürfen - sehr zum Ärger des viermaligen Weltmeisters.

Während Pole-Setter Valtteri Bottas sich freut, die Teamehre von Mercedes gerettet zu haben, ist Weltmeister Lewis Hamilton nach seinem Crash in Q1 ratlos. Sein Boss Toto Wolff nimmt den Briten nach dessen Fahrfehler aber in Schutz.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und der Pressekonferenz zusammen.

Valtteri Bottas (Mercedes), Startplatz 1: "Ich fühle mich gut. Es war eine super Runde. Es war das ganze Qualifying über eng mit Sebastian und Kimi. Schade, dass Lewis zu Beginn des Qualifyings ausgeschieden ist – aber zum Glück konnte ich die Teamehre retten. Wir haben ein sehr gutes Auto, aber es wird trotzdem ein enges Rennen mit Ferrari. Wir haben hier immer wieder verrückte Rennen erlebt. Das ist Brasilien, hier kann alles passieren. Wir haben ein klares Ziel vor Augen. Ich will Zweiter werden in der Fahrerwertung."

Sebastian Vettel (Ferrari), Startplatz 2:  "Wenn es am Ende so knapp ist, stinkt es einem ein bisschen. Aber gerade mit dem Valtteri war es in diesem Jahr oft sehr knapp, meistens zu meinen Gunsten. Deswegen darf er das heute auch einmal genießen. Es wird der Schlüssel sein, die Reifen möglichst kühl zu halten – gerade, wenn es heiß werden sollte. Also nicht nur kühlen Kopf, sondern auch kühle Reifen bewahren, dann ist der Speed auch da. Da der Titel nicht mehr drin ist, gibt es nur noch den Vize-Titel – und das ist dann das nächste Ziel."

Kimi Räikkönen (Ferrari), Startplatz 3: "Der Tag hätte ein bisschen besser sein können. Es war nicht ganz einfach, die Reifen für das Anbremsen der ersten Kurven optimal zum Arbeiten zu bringen. Da fehlt es dann schnell einmal an Vertrauen. Wir haben es von gestern auf heute geschafft, das Handling des Wagens zu verbessern, ideal war es trotzdem nicht. Im letzten Versuch war das besser, aber es hat eben nicht gereicht."

Max Verstappen (Red Bull), Startplatz 4: "Ich denke, wir haben das Maximum herausgeholt, aber wirklich zufrieden bin ich nicht. Das Wochenende war schwierig für uns. Ich hoffe auf einen guten Start und dann werden wir sehen, was möglich ist. Normalerweise glaube ich nicht, dass wir den Speed von Mercedes und Ferrari haben. Für einen Sieg brauchen wir ehrlich gesagt ein bisschen Glück, denn unsere Longrun-Pace reicht einfach nicht, um mit den Schnellsten mitzuhalten. Aber andererseits weißt du nie, was an der Spitze passieren wird."

Video

Nico Hülkenberg (Renault), Startplatz 7: "Nicht schlecht, aber auch nicht perfekt. Man hat gestern schon gesehen, dass die McLaren hier schnell sind. Die haben ein brutal gutes Auto und im Qualifying einen Modus, der von der Power nicht ganz so schlecht ist. Es ist so wie immer: Der Start und die erste Runde sind sehr entscheidend. Ich glaube, die Wettervorhersage für morgen ist trocken und gleichmäßig, also keine großen Überraschungen. Wahrscheinlich wird das nicht das normale Spektakel."

Pascal Wehrlein (Sauber), Startplatz 16: "Ich bin super zufrieden. Endlich fühlt sich das Auto wieder so an, wie ich es gewohnt bin. Wir haben einige Teile gewechselt, und seitdem sind die Probleme wie aufgelöst. Ein halbes Zehntel an Q2 vorbeigeschlittert zu sein, ärgert mich ein bisschen, aber heute war ein guter Tag. Bei einem guten Start ist im Rennen einiges möglich. Es ist nicht ganz so leicht, hier zu überholen. Dann einfach ankommen. Wir haben gesehen, dass momentan einige Probleme mit der Standfestigkeit haben."

Lewis Hamilton (Mercedes), Startplatz 20: "Mir geht es gut. Ich weiß nicht wirklich, was passiert ist. Es gibt nicht viel zu sagen. Es ist unglücklich gelaufen. Es sind einfach Herausforderungen, die das Leben mitbringt. Diese zu überwinden, macht das Leben interessant. Es ist ungewöhnlich für mich, es zeigt jedoch, dass wir alle nur Menschen sind. Diese Dinge passieren. Ich werde mein Bestes geben und so viel Spaß haben, wie es geht. Es könnte ein interessantes Rennen geben. Das Podium ist unwahrscheinlich, aber ich gebe alles."

Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef: "Es war für Valtteri unheimlich wichtig, so zurückzukommen – vor allem mit einer starken Runde. Sebastian hat was vorgelegt und Valtteri hat es geschlagen. Mich freut es für ihn ganz besonders. Lewis war zuletzt sehr dominant, aber das Auto ist auch schwierig zu fahren."

...über Hamiltons Aus in Q1: "Ein Fehler, der Lewis das ganze Jahr nicht passiert ist – aber das muss einmal erlaubt sein. Die Meisterschaft ist gewonnen und so etwas kann passieren."

...über den bewaffneten Überfall: "Das war ein übler Überfall auf einen unserer Mannschaftsbusse. Die Tür wurde eingetreten. Sechs bewaffnete Gangster sind hinein und haben teilweise unseren Jungs Waffen an den Kopf gehalten. Sie haben Uhren, Pässe und Telefon gestohlen und danach auch noch einem Auto hinterhergefeuert. Das war wie im Wilden Westen."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel