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Chase Carey (l.) muss mit Liberty Media im ersten Jahr nach der Ära Ecclestone (r.) hohe Verluste hinnehmen
Chase Carey (l.) muss mit Liberty Media im ersten Jahr nach der Ära Ecclestone (r.) hohe Verluste hinnehmen © Getty Images

Mit dem Ende der Ära von Bernie Ecclestone sind auch die Gewinne in der Formel 1 eingebrochen. Unter dem neuen Eigentümer Liberty Media sind die Verluste enorm.

449 Millionen Dollar weniger!

Unter dem neuen Eigentümer Liberty Media fährt die Formel 1 statt eines satten Gewinns hohe Verluste ein. Wie konnte es ein Jahr nach dem Ende der Ära von Bernie Ecclestone soweit kommen?

Das Magazin Forbes hat die Geschäftszahlen von Delta Topco, der Dachgesellschaft der Formel 1, offen gelegt. Der Unterschied zwischen den Zahlen der aktuellen und der vergangenen Saison ist frappierend. Im letzten Jahr stand nach dem dritten Quartal ein Gewinn von 289 Millionen Dollar zu Buche. In dieser Saison muss sich die sonst so profitable Formel 1 im gleichen Zeitraum dagegen mit 160 Millionen Dollar Verlust abfinden. Das macht 449 Millionen weniger in neun Monaten.

Problematisch ist das vor allem für die Teams, die sich mit den Investoren die Einnahmen teilen. Insgesamt bleiben für sie rund 41 Millionen Dollar weniger, das entspricht 4,1 Millionen pro Team.

Liberty will langfristige Ausrichtung 

Die Gründe für die hohen Verluste liegen vor allem in der langfristigen Ausrichtung des neuen Eigentümers. Liberty Media investierte deutlich mehr, stellte mehr Mitarbeiter ein, gab mehr Geld für Marketing aus. Außerdem fehlen die Einnahmen vom Deutschland-Grand-Prix. Zusätzlich beeinflussen höhere Zinsrückzahlungen die Bilanz negativ. 

In den kommenden Jahren dürfte es für den neuen Eigentümer nicht leichter werden. Eines der profitabelsten Rennen, der Grand Prix in Malaysia, findet nicht mehr statt. Und auch der Vertrag für das Rennen im englischen Silverstone wurde vorzeitig gekündigt. Hier wird aber noch mit einer Einigung gerechnet. 

Grundsätzlich sind kurzfristige Gewinne aber nicht das Ziel von Liberty Media. Der Konzern um Chase Carey, Sean Bratches und Ross Brawn will die Formel 1 langfristig neu strukturieren.

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