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F1 Grand Prix of China - Qualifying
Niki Lauda macht sich Sorgen um die Formel 1 © Getty Images

Niki Lauda äußert sich besorgt um die Zukunft der Formel 1. Hintergrund sind die Pläne der neuen Besitzer Liberty Media. Die Zeit laufe langsam ab.

Niki Lauda, Aufsichtsratschef des Mercedes-Werksteams, sieht die Pläne der neuen Formel-1-Besitzer zur Umgestaltung der Serie kritisch.

"Die Amerikaner brauchten natürlich Zeit, um zu verstehen, was die Formel 1 ist, aber diese Zeit läuft jetzt langsam ab", sagte Lauda der Gazzetta dello Sport: "Und was sie über die Zukunft denken, bereitet mir Sorgen."

"DNA der Formel 1"

Der Weltverband FIA und die neuen Besitzer Liberty Media hätten zuletzt immer wieder betont, dass man die Leistung angleichen müsse, sagte der 68-Jährige: "Aber die DNA der Formel 1 ist das Gegenteil. Es ist Quatsch zu denken, dass verschiedene Sieger in jedem Rennen mehr Attraktivität bringen. In der Formel 1 geht es um Wettbewerb. Die Entwicklung der Autos ist ein Grundpfeiler."

Ein neues Motorenreglement mit günstigeren und lauteren Antriebseinheiten sowie eine Budgetdeckelung sind Pläne, um die Formel 1 ausgeglichener und zugleich zugänglicher für neue Teilnehmer zu machen.

"Einmalige Autos"

Zuletzt hatte auch Ferrari-Präsident Sergio Marchionne schon deutliche Zweifel an der Beschneidung der Möglichkeiten geäußert und sogar das Formel-1-Engagement der Scuderia infrage gestellt.

Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey reagierte beschwichtigend.

"Es gibt eine einzige Formel 1, und die Teams müssen einmalige Autos im Bereich Motor und Chassis bauen können", sagte er, beharrte aber auch darauf, dass Veränderungen notwendig seien: "Wir wollen, dass mehr Teams um den Sieg kämpfen und dass der Erfolg davon abhängt, wie sie das Geld ausgeben - und nicht davon, wie viel man ausgibt. Ungewissheit über den Ausgang eines Rennens ist fundamental, damit Motorsport zu einem für Zuschauer attraktiven Sport wird."

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