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München - Die Indy 500 gehören zu den traditionsreichsten Autorennen der Welt. Spektakuläre Unfälle zwingen die Veranstalter vor dem Höhepunkt am Sonntag zum Eingreifen.

Es ist das Motorsport-Highlight des Jahres in den USA: die Indy 500.

Weit über 400.000 Zuschauer am Rennsonntag machen das Rennen über exakt 500 Meilen (etwa 805 Kilometer) zur bestbesuchten Sportveranstaltung der Welt.

Doch bevor es am kommenden Sonntag (ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) wieder um den prestigeträchtigen Sieg auf dem Indianapolis Motor Speedway geht, beherrscht eine geradezu unheimliche Unfallserie die Schlagzeilen.

Spektakuläre Abflüge

Schon während der Trainingssessions waren bei teilweise widrigen äußeren Bedingungen gleich mehrere Piloten spektakulär abgeflogen. Helio Castroneves, Josef Newgarden und Ed Carpenter verloren allesamt die Kontrolle über ihre Fahrzeuge sorgten für haarsträubende Crashs.

Alle drei Chevrolet-Fahrer überstanden die Unfälle zwar unverletzt und werden am Rennen teilnehmen. Die Rennleitung sah sich dennoch dazu veranlasst, die Regeln für das anstehende Qualifying zu ändern.

Im Qualifying 40 PS mehr

Normalerweise werden die Fahrzeuge in der Qualifikation, die im Gegensatz zur Formel 1 im Einzelzeitfahren ausgetragen wird, weitaus aggressiver abgestimmt als im Rennen. Das gilt für die Aerodynamik genauso wie für die Motorleistung, die durch zusätzlichen Ladedruck noch einmal um 40 PS gesteigert wird.

Damit kommen die Piloten auf Höchstgeschwindigkeiten von über 380 km/h. Zum Vergleich: In der Formel 1 werden höchstens 350 km/h erreicht.

Änderungen nach Unfällen

Am vergangenen Sonntag aber wurde unter den Eindrücken der spektakulären Unfälle in einer eilig einberufenen Pressekonferenz verkündet, dass das Qualifying mit der Rennkonfiguration gefahren werden muss, was sowohl die Aerodynamik als auch den Motor betrifft.

Die Unfallserie riss dennoch nicht ab. Bei den abschließenden Testfahrten am Montag erwischt es James Hinchliffe. Der Honda-Pilot verlor Eingangs der dritten Kurve die Kontrolle über seinen Boliden und krachte mit fast 356 km/h ungebremst in die Mauer.

Der Kanadier war laut Aussagen der Streckenposten bei vollem Bewusstsein, allerdings wurde er zu weiteren Untersuchungen in das Methodist Hospital gebracht. Der Veranstalter teilte mit, dass sich Hinchcliffe am Oberschenkel verletzte habe und bereits operiert sei.

Für ihn ist das Rennwochenende wohl gelaufen. Die drei anderen Unfallpiloten werden beim Spektakel am Sonntag dabei sein. Wie auch Scott Dixon. Der dreimalige IndyCar-Champion aus Neuseeland startet von der Pole-Position.

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