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Simon Pagenaud dominiert die IndyCar Series momentan nach Belieben
Simon Pagenaud dominiert die IndyCar Series momentan nach Belieben © LAT

Simon Pagenaud ist in der Form seines Lebens: Nach seinem dritten IndyCar-Sieg in Folge ist sein Selbstvertrauen so groß, dass er es schon als unfairen Vorteil ansieht

Als Simon Pagenaud zur Saison 2015 zu Penske kam, galt er bereits als potenzieller Superstar der Szene. Seine sieglose Saison 2015 rief dann allerdings die Zweifler auf den Plan. Doch anno 2016 ist der Franzose der Mann der Stunde: Drei Siege und ein zweiter Platz aus fünf Rennen in Kombination mit zwei Pole-Positions und dem Siegeshattrick lassen den 31-Jährigen vor Selbstbewusstsein beinahe platzen. "Das ist einfach alles unglaublich!", jubelt er nach seinem Sieg beim Indianapolis Grand Prix.

"Dieses Momentum, diese kleine Dominanz, die wir derzeit haben... Das ist alles so unglaublich, weil man so etwas nur selten sieht, aber auch, weil die IndyCar Series derzeit so unglaublich eng beisammen liegt", sagt er und rechnet vor, dass im Qualifying 22 Autos innerhalb von 0,6 Sekunden lagen. "Das Niveau der Teams und der Fahrer hier ist so riesig. Einfach unglaublich, solch perfekte Wochenenden jetzt schon mehrmals in dieser Saison zu haben. Es fühlt sich wie im siebten Himmel, wie im Traum an!"

Beim Rundkursrennen in Indianapolis, das als Ouvertüre für das Indianapolis 500 dieses Jahr zum dritten Mal ausgetragen wurde, war der nächste Geniestreich des Franzosen. Während seine Teamkollegen Will Power und Juan Pablo Montoya fatale Fehler in Qualifying und Rennen begingen, machte Pagenaud einen Null-Fehler-Job. "Das Auto war wiedermal fantastisch", lobt er sein Team. "Die Balance war einfach perfekt. Als wir einmal vorne lagen, hatten wir den Cruise-Modus drin."

In Indianapolis zu gewinnen war für ihn dann noch einmal besonders, da er in der Heimat des IndyCar-Sports neun Jahre lang gelebt hatte, bevor er in die "Race City" Mooresville umzog. "Das bringt mir als Fahrer so viel Selbstbewusstsein", sagt der souveräne Tabellenführer über seinen Sieges-Hattrick. "Wenn jetzt das größte Rennen des Jahres ansteht, ist dieses Selbstbewusstsein ein großer Vorteil, vielleicht sogar ein unfairer Vorteil!"

Seine Rivalen hingegen sind weniger überrascht, dass bei Simon Pagenaud der Knoten aufgegangen ist. "Er ist ein Talent und hat bereits in der Vergangenheit Rennen gewonnen", sagt Teamkollege Helio Castroneves, der in Indianapolis Zweiter wurde. "Vergangenes Jahr hatte er keine gute Saison nach dem Teamwechsel, dieses Jahr haut bei ihm einfach alles hin. Ich denke, alle Fahrer sind sich einig: Wir müssen diesen Kerl stoppen. Aber momentan hat er einfach richtig Rückenwind."

Auch James Hinchcliffe, der am vergangenen Samstag Dritter wurde, ist wenig überrascht: "Es war doch die viel größere Überraschung, dass er vergangenes Jahr kein einziges Rennen gewinnen konnte. Er holt das vielleicht gerade nach. Er hat ein starkes Team, großartige Teamkollegen und ein super Auto und nutzt dazu die Gunst der Stunde. Einige große Namen hatten an diesem Wochenende Probleme und das hat allen, inklusive uns, geholfen. Er macht es wirklich gut."

© Motorsport-Total.com

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