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Pagenaud ist der Fahrer seit Will Power, der einen Hattrick bei den IndyCars schafft
Pagenaud ist der Fahrer seit Will Power, der einen Hattrick bei den IndyCars schafft © LAT

Simon Pagenauds Höhenflug in der IndyCar Series geht weiter: Der Franzose siegt auf dem Rundkurs von Indianapolis vor Castroneves - Starke Aufholjagd von Rahal

Nichts scheint Simon Pagenaud bei den IndyCars derzeit aufhalten zu vermögen: Der Penske-Pilot dominierte den Indianapolis Grand Prix 2016 und geht mit einem Sieg-Hattrick in das 100. Indianapolis 500 am Ende des Monats. Pagenaud kontrollierte das Rennen und ließ sich auch von einer zwischenzeitlichen Führung von Conor Daly nicht aus dem Konzept bringen, der eine Gelbphase richtig ausnutzte. Hinter Pagenaud kam sein Teamkollege Helio Castroneves auf die zweite Position.

Pagenaud hatte das Rennen größtenteils unter Kontrolle und führte die meisten Runden. "Drei Siege hintereinander sind unglaublich, speziell in den heutigen Zeiten in der IndyCar Series. Dieses Auto ist einfach magisch!", jubelt der 31-Jährige. Speziell für Indianapolis bekam er ein neues Design des Sponsors Menards, der schon mehrere Fahrer bei Indy-500-Siegen begleitet hat. "Penske ist das beste Team der Welt, aber mit dieser Lackierung ist es einfach perfekt", freut er sich.

Helio Castroneves fuhr sich eher unauffällig auf die zweite Position. Lange war er im Mittelfeld begraben, doch durch eine clevere Strategie des Teams kam er nach vorn. Dritter wurde James Hinchcliffe im Schmidt-Peterson-Honda, der in den letzten Runden Jagd auf Castroneves machte, sich aber schließlich um 0,6 Sekunden geschlagen geben musste. Graham Rahal unterstrich mit dem vierten Platz die verbesserte Form von Honda; der RLL-Pilot kam vom letzten Startplatz aus am Ende einer spektakulären Aufholjagd bis auf zwei Sekunden ans Podium heran.

Führungsrunden für Conor Daly

Die Überraschung des Rennens war Conor Daly, den der berüchtigte Gelbphasen-Undercut zwischenzeitlich an die Spitze spülte: Da bei einer Gelbphase die Boxengasse zunächst geschlossen wird und erst wieder öffnet, wenn das Feld komplett hinter dem Führungsfahrzeug versammelt ist, ist ein Stopp vor der Gelbphase gleichbedeutend mit einem Sprung an die Spitze, wenn alle anderen zum Tanken kommen. Daly tat genau das und der Dale-Coyne-Pilot führte das Rennen eine Zeitlang an. Dabei konnte er sich sogar absetzen.

Doch der Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Derek Daly verbrannte seine Push-to-Passes zu früh und war im letzten Stint ein wehrloses Opfer. Er fiel noch bis auf Rang sechs hinter Ganassi-Speerspitze Charlie Kimball zurück, der zwischenzeitlich Zweiter war, aber durch clevere Strategien der Konkurrenz leicht zurückfiel.

Schwere Schnitzer von Montoya und Power

Während zwei Penske-Piloten den Doppelerfolg feierten, standen die anderen beiden Fahrer des "Captains" völlig neben sich: Juan Pablo Montoya fing sich eine Durchfahrtsstrafe für Überfahren der weißen Linie am Boxenausgang ein, kämpfte sich aber noch auf Rang acht nach vorn. Will Power verwachste komplett mit einem frühen Dreher, als er sich auf harten Reifen gegen Alexander Rossi verteidigte, ans Ende des Feldes zurück. Zwar kam auch er vor der Gelbphase an die Box, fiel dabei aus der Führungsrunde, womit sich der Vorteil in einen Nachteil umkehrte. Er wurde 19.

In seiner Nachbarschaft schoben weitere Fahrer Frust: Jack Hawksworth konnte seine starke vierte Startposition nicht umsetzen und wurde mit beschädigtem Frontflügel nur 20. Doch schon vor der Beschädigung hatte er nicht den nötigen Speed. Josef Newgarden hatte diesen zwar, doch auch er musste eine Durchfahrtsstrafe absitzen - Platz 21. Gleich in der ersten Kurve mussten mit Tony Kanaan und Sebastien Bourdais zwei mögliche Podiumskandidaten die Segel nach einem Rennunfall streichen.

Besser schlugen sich die Rookies: Alexander Rossi kam hinter Ryan Hunter-Reay auf den zehnten Platz, Spencer Pigot verpasste als Elfter knapp die Top 10. Max Chilton wird als 14. weniger zufrieden sein, Matt Brabham mit Rang 16 aber umso mehr. Damit landete er einen Platz vor Gabby Chaves. Die Rückkehrer JR Hildebrand und Alex Tagliani belegten mit den Positionen 22 beziehungsweise 23 die letzten beiden Plätze in Wertung.

© Motorsport-Total.com

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