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Die letzten Vorbereitungen sind im Gange, doch wer nimmt am Indy 500 teil?
Die letzten Vorbereitungen sind im Gange, doch wer nimmt am Indy 500 teil? © IndyCar

Die Zeit wird knapp: Wenige Wochen vor der 100. Ausgabe des Indianapolis 500 ringen noch mehrere Fahrer um eine Teilnahme - Mit im Rennen ein Altstar

Der unangefochtene Höhepunkt der IndyCar-Saison 2016 rückt immer näher: Die 100. Auflage des Indianapolis 500 steht am 29. Mai auf dem Programm. Doch auch drei Wochen vor dem Rennen des Jahres sind bei weitem noch nicht alle Cockpits besetzt: Mehrere Fahrer buhlen noch um einen Platz im 33 Fahrer umfassenden Starterfeld. Auch ein Team steht noch mit fertigem Equipment und Personal, aber ohne Fahrer da. Und schließlich schweben noch Fragezeichen über bestehenden Entries.

Bislang sind 34 Fahrer gemeldet, womit ein Bump Day gesichert wäre. Das Feld könnte aber noch anwachsen. Die heißesten Kandidaten auf ein Cockpit sind: James Davison, Luca Filippi, dessen Saison bei Dale Coyne nicht gesichert ist, Gabby Chaves, Dauerbrenner Buddy Lazier und überraschenderweise auch ein alter Bekannter: Mario Dominguez.

Der aus der späten Champ-Car-Zeit bekannte Mexikaner soll 'Racer' zufolge Interesse angemeldet haben, mit Michael Shank Racing an den Start zu gehen. Das Shank-Team, eigentlich in der IMSA SportsCar Championship unterwegs, steht mit einem fertigen Honda und einem Einsatzteam parat, hat bislang aber noch keinen Fahrer gefunden. Dominguez könnte für Gabby Chaves einspringen, dessen Plan mit Shank geplatzt ist. Eine Deadline ist vergangene Woche abgelaufen. Gerüchten zufolge soll er es aber diese Woche noch einmal versucht haben.

Lazier kämpft, Saavedra ist raus

In einem Rennen gegen die Zeit befindet sich das Team von IndyCar-Urgestein Buddy Lazier. Ob es zur 25. Indianapolis-Teilnahme kommt, hängt davon ab, ob das Lazier Partners Racing Team seinen Chevrolet rechtzeitig zusammengesetzt bekommt. Der 49-Jährige ist spät dran mit den Vorbereitungen.

Zu spät hingegen kommt alles für Sebastian Saavedra: Das Projekt AFS Racing wird nicht im Starterfeld stehen. Besonders ärgerlich: Das Budget ist eigentlich vorhanden, aber die Manpower fehlt. "Wir haben einfach zu spät begonnen", sagt der 25-Jährige gegenüber 'Racer'. "Wir hatten eine Vorstellung, wie wir es anstellen wollen. Schon dieser Plan war ziemlich eng gesteckt, aber letztlich ist es doch wesentlich mehr Arbeit, als wir gedacht hätten." Damit wäre wieder Equipment auf dem Markt verfügbar, doch die Zeit ist denkbar knapp.

Ein offenes Cockpit gibt es noch bei Dale Coyne, nachdem zuletzt Pippa Mann bestätigt wurde. Der derzeitige Stammfahrer Luca Filippi hat keine festen Kontrakt für die ganze Saison. So macht sich der Australier James Davison noch Hoffnungen, mit Coyne zu seinem dritten Indy 500 zu kommen. Sollte Chaves sein Budget tatsächlich noch gefunden haben, bei Shank aber trotzdem abblitzen, könnte er zum dritten Anwärter bei Coyne werden.

Unerwartete Konkurrenz könnte noch aus ganz anderer Richtung kommen: Um das Projekt Grace Autosport rund um Katherine Legge ist es so still geworden, dass bereits Gerüchte die Runde machen, das reine Frauenprojekt wäre gescheitert. Seit der offiziellen Ankündigung im vergangenen Jahr hat es keinerlei Lebenszeichen mehr gegeben. Sollte Grace Autosport tatsächlich platzen, könnte auch Legge sich um das vierte Cockpit bei Dale Coyne bemühen.

© Motorsport-Total.com

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