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Indy-500-Sieger Alexander Rossi auf dem Empire State Building in New York
Indy-500-Sieger Alexander Rossi auf dem Empire State Building in New York © IndyCar

Die Preisgelder des Indy 500 und wie sie verteilt werden - Außerdem: Fotostrecke von der Jubel-Tour von Alexander Rossi am Montag und Dienstag

Es war der Tag des Alexander Rossi: In der Victory-Lane, noch im Cockpit seines Andretti-Honda, flossen ein paar Tränchen, ein paar Augenblicke später goss er sich die obligatorische Siegermilch über den Kopf. 350.000 Zuschauer bejubelten den ersten US-amerikanischen Rookie-Sieger seit Louis Meyer im Jahr 1928. Und obendrauf gab's noch schlappe zweieinhalb Millionen US-Dollar Preisgeld sowie den Schlüssel für das Pace-Car, einen Chevrolet Camaro Baujahr 2016. Eine Karriere, die wie ein modernes Motorsport-Märchen klingt.

Aber das war nicht immer so. Kein halbes Jahr ist es her, dass Rossi vor dem Aus stand. Sein Traum von der großen Formel-1-Laufbahn zerschellte beim Manor-Team, das noch Marussia hieß, als er dort aushilfsweise fünf Grands Prix bestreiten durfte. Im Kampf um das Stammcockpit für 2016 verlor er gegen den Indonesier Rio Haryanto, der 240 Millionen Landsleute hinter sich hat, die via Handy Spenden sammeln, um seine Formel-1-Karriere zu finanzieren.

Bis dann der Anruf von Bryan Herta kam, der sein IndyCar-Team mit jenem von Michael Andretti fusionierte und ein Cockpit frei hatte. "Wir kannten Alex", sagt Herta nach dem großen Triumph, "aber entdeckt hat ihn Michael." Andretti hatte schon zu Formel-3-Zeiten ein Auge auf seinem Landsmann, verfolgte ihn auch in der Formel 1. "Leider hat es nicht für ihn geklappt", sagt er. "Aber am Ende hat das vielleicht etwas Gutes."

Andretti weiß, wovon er spricht. Als er Mitte 1993 in die USA zurückkehrte, nachdem ihm Ayrton Senna bei McLaren in der Formel 1 seine Grenzen aufgezeigt hatte, galt auch seine Karriere als gescheitert. Er sollte danach aber eine blitzsaubere Laufbahn in der IndyCar-Serie hinlegen, ist heute einer der erfolgreichsten Teameigentümer. Es geht also auch ohne Formel 1. "Letztendlich", grinst Rossi, "hat es glaube ich ganz gut funktioniert."

Auch aus finanziellen Gründen. Schlappe 2.548.743 US-Dollar nimmt er mit nach Hause, 50.000 davon für den Preis des Rookie of the Year. Insgesamt wurden beim Indy 500 2016 13,4 Millionen Dollar ausgeschüttet. Das ist übrigens kein Rekord: 2009 war das Rennen mit 14,3 Millionen dotiert, für Sieger Helio Castroneves fielen davon drei Millionen ab. Castroneves, obwohl nur Elfter im Rennen, ist auch diesmal fünftbester Topverdiener des Indy 500.

Gelohnt hat sich der Wechsel aus der Formel 1 zu den IndyCars übrigens für Max Chilton. Als Marussia-Fahrer verdiente er in der Saison 2014 gerade mal 291.047 US-Dollar, und sein Vater musste noch dazu ein millionenschweres Sponsorenpaket schnüren. Mit seinem Indy-500-Auftritt verdiente Chilton auf einen Schlag 346.743 Dollar. Und selbst Juan Pablo Montoya, wegen seines frühen Ausfalls 33. und Letzter im Ergebnis, kassierte immerhin 339.493 Dollar.

Indy-500-Preisgelder 2016 (in Klammern das Rennergebnis):01. (01.) Alexander Rossi, $2.548.74302. (02.) Carlos Munoz, $788.74303. (03.) Josef Newgarden, $574.24304. (07.) James Hinchcliffe, $502.99305. (11.) Helio Castroneves, $451.24306. (04.) Tony Kanaan, $445.74307. (05.) Charlie Kimball, $423.24308. (24.) Ryan Hunter-Reay, $419.24309. (10.) Will Power, $390.24310. (08.) Scott Dixon, $384.49311. (09.) Sebastien Bourdais, $371.74312. (27.) Michail Aljoschin, $359.24313. (14.) Graham Rahal, $354.49314. (13.) Marco Andretti, $354.24315. (15.) Max Chilton, $346.74316. (19.) Simon Pagenaud, $341.24317. (33.) Juan Pablo Montoya $339.49318. (26.) Takuma Sato, $338.24319. (16.) Jack Hawksworth, $336.24320. (20.) Gabby Chaves, $336.24321. (29.) Conor Daly, $336.24322. (06.) J.R. Hildebrand, $257.30523. (21.) Townsend Bell, $221.30524. (12.) Oriol Servia, $220.30525. (17.) Alex Tagliani, $215.80526. (18.) Pippa Mann, $205.30527. (32.) Sage Karam, $203.30528. (22.) Matt Brabham, $202.80529. (23.) Bryan Clauson, $201.80530. (25.) Spencer Pigot, $200.80531. (28.) Stefan Wilson, $200.80532. (30.) Buddy Lazier, $200.30533. (31.) Ed Carpenter, $200.305

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