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Will Power unterbot den alten Streckenrekord bereits um vier Zehntel
Will Power unterbot den alten Streckenrekord bereits um vier Zehntel © LAT

Will Power und Scott Dixon fahren die ersten beiden Bestzeiten bei der IndyCar Serie in Lexington - Rahal findet Form wieder, Enerson beim Debüt stark.

Der Australier Will Power setzt alles daran, den weißen Fleck Mid-Ohio auf seiner Siegeskarte auszuradieren: Nach den ersten beiden Freien Trainings auf dem Mid-Ohio Sports Car Course in Lexington hat der Penske-Pilot den ersten Sieg auf dem 3,6 Kilometer langen Kurs fest im Visier. Mit seiner Bestzeit von 1:04.196 Minuten war er einer von vier Piloten, die den bestehenden Streckenrekord bereits auf harten Reifen am Freitag unterboten.

"Diese Autos werden wirklich immer schneller", sagt der 35-Jährige, der weiter Jagd in der Gesamtwertung auf seinen Teamkollegen Simon Pagenaud macht. Dieser kam im kumulierten Ergebnis auf Rang vier. Power weiter: "Es ist unglaublich, welche Geschwindigkeiten wir mittlerweile in den Kurven eins und elf erzielen. Die gehen jetzt beinahe voll - noch nicht ganz voll, aber definitiv knapp vor voll. Man hält echt den Atem an. Von außen muss das spektakulär aussehen. Hier werden Rekorde fallen."

Power wird beim Versuch, seinen ersten Sieg in Lexington herzufahren, starke Konkurrenz von Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet) bekommen: Der amtierende Meister, ein wahrer Spezialist für Mid-Ohio, fuhr die Bestzeit im ersten Freien Training in 1:04.449 Minuten, was im Gesamtklassement noch immer für Platz zwei reichte. "Wir kommen immer gerne hierhin", freut sich der 36-Jährige. "Das Auto war aus dem Hänger heraus sofort angenehm zu fahren. Wir hatten nur die üblichen Probleme mit Untersteuern in den engen Kurven und konnten unseren Anlauf auf frischen Reifen nicht zu Ende fahren."

R.C. Enerson auf Anhieb in Top 10

Das lag an einem Dreher von Michail Aljoschin (Schmidt-Peterson-Honda), der sich in Kurve vier drehte, aber weiterfahren konnte. Anders erging es Conor Daly (Coyne-Honda), der nach einem Ausrutscher in der Keyhole-Kurve leicht in die Reifenstapel einschlug. Das sorgte für eine Unterbrechung von acht Minuten im ersten Freien Training. Aljoschin und Daly beendeten den Freitag auf den Plätzen 20 und 15. Das zweite Training wurde am Ende von einem heftigen Regenschauer heimgesucht, weshalb Verbesserungen hinten heraus nicht mehr möglich waren.

Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet) kommt ebenfalls hervorragend in Zentral-Ohio zurecht - 1:04.466 Minuten bedeuteten die drittbeste Zeit insgesamt und Platz zwei im zweiten Training. Tabellenführer Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet) sortierte sich in 1:04.598 Minuten auf der vierten Position ein, gefolgt von Graham Rahal im besten Honda. Der RLL-Pilot scheint seine Form von 2015 nun wiedergefunden zu haben und markierte mit Abstand die beste Honda-Zeit am Freitag in 1:04.639 Minuten.

Zweitbester Honda war überraschenderweise bereits R.C. Enerson, der an diesem Wochenende für Dale Coyne sein erstes IndyCar-Wochenende bestreitet. Dem Rookie gelang im zweiten Training die siebtbeste Zeit, was im Gesamtklassement für Position zehn reichte. "Das war unglaublich", sprudelt der 19-Jährige, der bereits bei den Testfahrten einen guten Eindruck hinterlassen hatte. "Es ist komplett anders als alles, was ich bislang gefahren bin. Und es ist eine meiner Lieblingsstrecken. Sie kommt meinem Fahrstil einfach entgegen - die wahrscheinlich beste Strecke für mein Debüt!"

Am Samstag steht zunächst ein weiteres Freies Training auf dem Programm, bevor der Kampf um die Pole-Position um 20 Uhr MESZ eröffnet wird.

© Motorsport-Total.com

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