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Simon Pagenaud beschert Penske das Jubiläum: 500. Pole-Position im Motorsport
Simon Pagenaud beschert Penske das Jubiläum: 500. Pole-Position im Motorsport © LAT

Simon Pagenaud wird die Ehre zuteil, die 500. Pole-Position für Penske im Motorsport einzufahren - Honda wieder in Nöten, Ganassi-Quartett stark

Kurzovale bleiben in der IndyCar-Saison 2016 weiter fest in Chevrolet-Hand: Beim Qualifying auf dem Iowa Speedway landete nur ein Honda in den Top 10. Simon Pagenaud holt seine nun bereits fünfte Pole-Position der Saison und machte das Jubiläum für Penske perfekt. Es war die 500. Pole-Position für das Team des "Captains". Für Pagenaud war es auch die erste Pole der Saison im Oval. Sein Durchschnitt über zwei Runden auf dem 0,875-Meilen-Oval betrug 185,855 Meilen pro Stunde (299,105 km/h).

"500, wie cool ist das denn?", staunt der 32-Jährige. "Das ist eine tolle Auszeichnung für die Arbeit meiner Jungs und des gesamten Penske-Teams. Wir vier Fahrer arbeiten alle perfekt zusammen. Das macht es wirklich angenehm, morgens zur Arbeit zu erscheinen. Wir konnten das Auto über den Tag verbessern und das hat sich auf der Strecke gezeigt. Es ist schon fantastisch, solchen Erfolg dieses Jahr zu haben. Aber die Punkte gibt es ja erst morgen."

Pagenaud setzte sich zur Mitte der Sitzung an die Führungsposition, gefolgt von seinem Teamkollegen Helio Castroneves, der 0,4 mph langsamer war als der Franzose. Mit Charlie Kimball, Max Chilton (beide Ganassi-Chevrolet) und Josef Newgarden (Carpenter-Chevrolet) kamen noch drei Fahrer, die Pagenaud die Pole hätten abspenstig machen können. Chilton kam auf der Strecke seines einzigen Indy-Lights-Sieges nicht über Rang vier hinaus, weil sein Auto zu sehr übersteuerte, sortierte sich aber noch vor Kimball ein, der Fünfter wurde. Newgarden kam am nächsten, verpasste Pagenaud aber um etwas mehr als 0,2 mph.

Inoffizieller Streckenrekord durch Kanaan

Auf Rang sechs sortierte sich Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet) ein, der seine Rundenzeit relativ früh gesetzt hatte. Der Veteran, der auf dem Iowa Speedway in Newton traditionell stark ist, geht von Rang drei aus ins Rennen. "Toller Job der Ganassi-Jungs. Es ist schön, der Schnellste im Team zu sein, was kein leichtes Unterfangen ist", sagt der Brasilianer. Kanaan geht als Favorit ins Rennen, denn er dominierte beide Freie Trainings, die vor und nach dem Qualifying stattfanden. Dabei fuhr er auch einen inoffiziellen Streckenrekord von 186,902 mph. Freie Trainings zählen aber nicht für offizielle Rekorde.

Überraschend blieb im Qualifying der alte Streckenrekord von Helio Castroneves aus dem Jahr 2014 unangetastet. Das liegt vor allem daran, dass die Strecke in den Kurven drei und vier aufgrund eines NASCAR-Xfinity-Rennens so heftige Bodenwellen erhalten hat, dass die IndyCar-Fahrer um sie herumfahren müssen. Die beiden Andretti-Piloten Ryan Hunter-Reay und Marco Andretti fielen diesen im Freien Training zum Opfer; Andretti konnte mittels einer spektakulären Rückwärtsfahrt mit über 200 km/h einen Einschlag verhindern.

Hinter Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet) und Will Power (Penske-Chevrolet) sortierte sich Michail Aljoschin als bester Honda-Pilot auf Rang neun ein. Der Russe hatte im anschließenden Abschlusstraining einen haarigen Moment mit seinem Teamkollegen James Hinchcliffe, als sie eine Rennsituation simulierten. "Ich weiß nicht, wie man 'clear' auf Russisch sagt, aber so will man eigentlich mit niemandem Rennen fahren", sagt der "Man from Hinchtown" genervt. Er wurde im Qualifying Letzter, markierte aber im letzten Training die fünftbeste Zeit.

Die Top 10 der Startaufstellung werden abgerundet von Scott Dixon, womit alle vier Ganassi-Chevrolets in die Top 10 kamen. Juan Pablo Montoya (Penske-Chevrolet) wurde Elfter. Das Rennen startet am Sonntagabend um 23 Uhr deutscher Zeit.

© Motorsport-Total.com

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