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Scott Dixon durchkreuzte die Penske-Festspiele im Toronto-Qualifying
Scott Dixon durchkreuzte die Penske-Festspiele im Toronto-Qualifying © IndyCar

Eine Zauberrunde brachte Scott Dixon doch noch die Pole-Position in Toronto ein, nachdem Helio Castroneves den Spitzenplatz fast schon sicher hatte

Mit einem Kraftakt brachte es Scott Dixon noch fertig, die hochfavorisierten Penske in Toronto im Kampf um die Pole-Position zu schlagen. Der amtierende Meister holte sich in 59,907 Sekunden die Pole-Position und war einer von nur zwei Fahrern, die unter der Marke von einer Minute blieben. Der andere war Helio Castroneves, der lange Zeit vorn lag. Doch Dixon kam nur wenige Sekunden vor Fallen der Zielflagge nochmal über die Linie und unterbot die Zeit um 35 Tausendstelsekunden.

Für Dixon ist es die 24. Pole-Position seiner Karriere und die erste seit Mid Ohio vergangenen Jahres. Der Ganassi-Pilot hatte eigentlich nicht vor, im dritten Segment des Qualifyings, den "Fast Six", drei schnelle Runden zu fahren. Doch die freie Strecke und der mit jeder Runde steigende Grip ermöglichten es ihm letztlich doch noch, sich an die Spitze zu setzen.

Helio Castroneves, Simon Pagenaud und Will Power komplettieren die ersten beiden Startreihen und untermalen damit einmal mehr die Dominanz der Penske-Chevrolet, die nur durch das Meisterstück Dixons durchbrochen wurde. Sebastien Bourdais, der am Vormittag im dritten Freien Training noch die Bestzeit in 1:00.604 Minuten vor Castroneves markiert hatte, konnte sich zwar im Qualifying nochmals um eineinhalb Zehntelsekunden steigern, musste sich aber mit Rang fünf begnügen.

Als einziger Honda-Pilot schaffte es Lokalmatador James Hinchcliffe ins letzte Qualifying-Segment. Der Schmidt-Peterson-Pilot durchkreuzte damit eine mögliche Sensation, denn beinahe hätte es Conor Daly fertiggebracht, seinen Coyne-Honda in das dritte Segment zu bringen. Doch der junge US-Amerikaner scheiterte denkbar knapp und geht von Rang sieben aus ins Rennen.

Iowa-Sieger Josef Newgarden (Carpenter-Chevrolet) geht ebenfalls aus der vierten Reihe ins Rennen und steht in der Startaufstellung für das Rennen am Sonntag vor Jean Pablo Montoya (Penske-Chevrolet). Dieser konnte nach seinem Unfall am Freitag im Qualifying nicht das Tempo seiner Teamkollegen gehen. Er landete hauchdünn vor Michail Aljoschin.

Einige große Namen hatte bereits frühzeitig Feierabend. Darunter unter anderem sämtliche Andretti-Piloten, die mit der leicht modifizierten Strecke gar nicht zurechtkamen. Die großen Probleme des einstigen Meisterteams setzen sich auch in Kanada fort und eine Lösung scheint bisher nicht in Sicht. Unrühmlicher Höhepunkt des Dramas um das Team von Michael Andretti: Sein Sohn Marco muss vom allerletzten Startplatz ins Rennen gehen.

© Motorsport-Total.com

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