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Das Gateway-Oval in Madison steht nach 14 Jahren vor der Rückkehr
Das Gateway-Oval in Madison steht nach 14 Jahren vor der Rückkehr © LAT

Surfers Paradise und Portland müssen wohl noch warten - Der IndyCar-Kalender 2017 wird voraussichtlich nur Gateway als neue Strecke aufnehmen

Es sind nur noch wenige Wochen bis zur Verkündung des IndyCar-Kalenders für die Saison 2017. Die Zeichen stehen dabei auf Expansion, denn es wird ein weiteres Rennen geben. Mit dem Straßenkurs Surfers Paradise, dem Rundkurs Portland und dem Oval Gateway standen zuletzt drei potenzielle Kandidaten parat. Dazu soll mittlerweile auch die kanadische Ex-Olympiastadt Calgary Ambitionen angemeldet haben. Wie es aussieht, wird Gateway den Zuschlag mit August-Termin erhalten.

IndyCar-Chef Mark Miles kündigt an, dass der neue Kalender dem der Saison 2016 "sehr ähnlich" sein werde, mit eventuell einem Rennen mehr. Dem amerikanischen Magazin 'Racer' zufolge soll es sich dabei um das 1,25-Meilen-Oval Gateway Motorsports Park in Madison handeln. Das Oval war bereits von 1997 bis 2003 Teil der amerikanischen Monoposto-Serien (CART von 1997 bis 2000, IRL von 2001 bis 2003), konnte aber trotz der Nähe zur Metropole St. Louis nie viele Zuschauer anziehen.

In einer Umfrage von 'Motorsport-Total.com' hätten die Leser mit großer Mehrheit (70,6 Prozent) lieber Surfers Paradise wieder im Kalender gesehen. Das deckt sich mit dem Ziel von IndyCar, den Saisonstart in den Februar zu schieben. "Ich bleibe optimistisch, dass wir die Saison 2018 früher beginnen können", bleibt Miles optimistisch für eine Rückkehr des Klassikers in Australien in der Zukunft. Gateway kam in der Umfrage nur auf 7,7 Prozent der Stimmen - noch hinter Portland (11,4 Prozent).

Der Gateway-Komplex befindet sich nach einem Verkauf im Jahre 2010 derzeit in der Hand Curtis Francois, der das Oval 2012 geleast hat. Bislang sind die NASCAR-Truck-Serie und die Autocross-Meisterschaft USAC Silver Crown sowie die NHRA Dragster-Serie regelmäßiger Gast auf der Strecke in Illinois. Seit zwei Jahren bemüht sich Francois, die IndyCars zurück zu holen. Ob das Rennen ein größerer Erfolg wird als in der Vergangenheit, wird sich zeigen.

Für den IndyCar-Kalender würde die Rückkehr von Madison auch eine Rückkehr zu sechs Ovalrennen bedeuten. 2016 finden nach dem Aus von Fontana und Milwaukee bei gleichzeitiger Rückkehr von Phoenix nur fünf Rennen in "Nudeltöpfen" statt. "Unser Augenmerk für 2017 und 2018 liegt auf Kontinuität und dem Aufbau auf unserer starken Basis mit den existierenden Rennen", sagt Miles. "Wir werden sehr vorsichtig evaluieren, wo es Sinn macht, zu expandieren." Der Kalender war erst für die Saison 2016 kräftig umgekrempelt worden.

© Motorsport-Total.com

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