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Graham Rahal feierte in Texas seinen ersten Sieg seit Mid-Ohio 2015
Graham Rahal feierte in Texas seinen ersten Sieg seit Mid-Ohio 2015 © IndyCar

Das IndyCar-Nachholrennen in Texas sorgte für den engsten Zieleinlauf aller Zeiten auf dem Oval - Graham Rahal bejubelt ersten Sieg seit über einem Jahr

Die Fans auf dem Texas Motor Speedway mussten zweieinhalb Monate auf das Ende des im Juni abgebrochenen Rennens warten, doch die Wartezeit sollte belohnt werden: Graham Rahal (RLL-Honda) und James Hinchcliffe (Schmidt-Peterson-Honda) bescherten der IndyCar Serie das fünftengste Finish aller Zeiten. Mit acht Tausendstelsekunden Vorsprung besiegte Rahal den bis dahin dominierenden Hinchcliffe. Rahal führte nur eine einzige Runde - die, in der es zählte.

Der "Man from Hinchtown" hatte das Rennen beim Abbruch vor elf Wochen angeführt und war auch trotz zwischenzeitlicher Beschwerde über sein Auto am Funk während des zweiten Teils über weite Strecken an der Spitze. Über 100 Runden lang lief das Rennen ohne Gelbphasen, wodurch viele Fahrzeuge aus der Führungsrunde herausfielen, unter anderem Meisterschaftsaspirant Will Power (Penske-Chevrolet).

Dessen Rivale Simon Pagenaud (ebenfalls Penske-Chevrolet) hingegen fuhr beständig in der Spitzengruppe mit, zu der sich auch Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet), Helio Castroneves (Penske-Chevrolet), Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet) und Michail Aljoschin (Schmidt-Peterson-Honda) zählen durften.

Drei Gelbphasen im Schlussspurt

Zu Gelbphasen kam es erst ab Runde 213 von 248, als Carpenter Scott Dixon den Weg abschnitt, was den Ganassi-Piloten in die Mauer schickte. "Der ist gefahren, als hätte er keinen Spotter", regt sich amtierende Meister auf. Carpenters Tag wurde nicht besser, als er kurz nach dem Restart die Kontrolle über seinen Chevrolet verlor und abflog. Nachdem er bereits Dixon aus dem Rennen genommen hatte, sammelte er diesmal Helio Castroneves ein - doch dieser hatte Glück und konnte das Rennen nach Reparaturen fortsetzen.

Auch der zweite Restart des Abends sollte nicht ins Finale münden, denn Michail Aljoschin geriet alsbald mit Jack Hawsworth (Foyt-Honda) aneinander und beide flogen ab, was die dritte Gelbphase heraufbeschwor. Zu diesem Zeitpunkt lagen nur noch fünf Autos in der Führungsrunde: Hinchcliffe, Kanaan, Rahal, Pagenaud und Castroneves. Die beiden Penske-Fahrer entschieden sich zum Wechsel auf frische Reifen für das neunründige Finale, was sich aber nicht auszahlen sollte.

Zunächst sah alles nach einem packenden Finale zwischen Hinchcliffe und Kanaan aus, doch Graham Rahal bewies exzellentes Timing: In der letzten Runde schnappte er sich erst Kanaan außen herum in Kurve zwei und schoss innen neben Hinchcliffe in Kurve drei. Er kam als Führender aus der letzten Kurve heraus, doch Hinchcliffe hatte mehr Schwung auf der High Line. Der Kanadier stürmte heran, verpasste aber seinen ersten Saisonsieg 0,008 Sekunden. Kanaan kam auf Rang drei, während Pagenaud als Vierter seine Meisterschaftsführung gegenüber will Power, der Achter wurde, wieder auf 28 Punkte ausbaute.

Damit stehen nur noch zwei Läufe in der IndyCar-Saison 2016 auf dem Programm: Bereits am kommenden Wochenende geht es in Watkins Glen weiter, bevor Mitte September das Finale in Sonoma ansteht.

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