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Helio Castroneves will den Titelkandidaten das Feld nicht überlassen
Helio Castroneves will den Titelkandidaten das Feld nicht überlassen © LAT

Nicht die Titelkanidaten Will Power und Simon Pagenaud bestimmten das Tempo am Freitag, sondern Teamkollege Helio Castroneves - Starke Form der Andretti-Boliden.

Zwar wird der IndyCar-Titel 2016 zwischen den Penske-Teamkollegen Will Power und Simon Pagenaud ausgemacht, doch auf dem Sonoma Raceway war es deren Teamkollege Helio Castroneves, der die Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Brasilianer dominierte mit seinem Penske-Chevrolet beide Trainingssitzungen und war am Ende in 1:16.669 Minuten schnellster Mann im Feld. Die Titelanwärter Power (+0,039 Sekunden) und Pagenaud (+0,308) reihten sich direkt dahinter ein.

Penske ist wieder einmal in einem Training dominant. "Schön, an der Spitze zu sein, aber an einem Freitag gibt es keine Punkte", lacht Castroneves, der seit Detroit 2014 auf einen Sieg wartet. "Ich liebe es, in Sonoma Rennen zu fahren und mein Chevy war heute großartig. Wir hatten vergangene Woche einen echt guten Test hier, das hat uns wirklich geholfen. Wir müssen weiter pushen, um an der Spitze zu bleiben." In der ersten Trainingssitzung brauchte er gar nur vier Runden, um die Bestzeit zu fahren.

Will Power warf Simon Pagenaud mit der schnelleren Zeit den Fehdehandschuh hin. "Wir mussten zunächst einmal die Meisterschaft für das Team holen. Jetzt wissen wir, dass wir sie sicher haben, nun geht es zwischen mir und Simon zur Sache", sagt der Australier und legt nach. "Wir haben eine realistische Chance an diesem Wochenende, Pagenaud zu schlagen. Es muss nur alles zusammenlaufen." Der Franzose kontert: "Schlussendlich geht es nur darum, sein Bestes zu geben. Und wenn man sein Bestes in einem Penske-Fahrzeug gibt, landet man für gewöhnlich an der Spitze. Darauf konzentriere ich mich."

Power braucht die Schützenhilfe mehrerer anderer Fahrer, um Pagenaud den Titel noch zu entreißen. Nach dem Freitag sieht es so aus, als könnten dies die Andretti-Hondas sein, die ihre überraschend starke Form aus den Testfahrten bestätigten. Für Marco Andretti gab es am Freitagmorgen einen Lichtblick am Ende einer katastrophalen Saison, als er die zweitschnellste Zeit fuhr. "Ziemlich gut, ich bin sehr glücklich, dass wir hier als Team bei der Pace dabei sind", sagt der Rennfahrer in dritter Generation. "Wir wissen, dass das, was wir diese Saison getan haben, nicht richtig war. Deshalb nutzen wir dieses Wochenende als Testfahrt."

Die schnellste Andretti-Zeit des Tages holte sich aber Ryan Hunter-Reay (+0,389) in 1:17.057 Minuten, gefolgt von Alexander Rossi (Andretti-Herta-Honda; +0,414). Letzterer beendete das zweite Freie Training mit einem Defekt für alle vorzeitig. Mit Juan Pablo Montoya (Penske-Chevrolet; +0,516) kam ein weiterer Fahrer auf einen den vorderen Plätze, der reichlich Aufholbedarf nach einer verkorksten Saison hat. Carlos Munoz (+0,523) unterstrich die formidable Form der Andretti-Hondas mit Platz sieben, während Marco Andretti am Nachmittag doch wieder aus den Top 10 herausfiel - Platz elf mit 0,661 Sekunden Rückstand.

Am Samstag steht eine dritte Trainingssitzung am Vormittag an. Aufgrund der großen Zeitverschiebung azur amerikanischen Westküste startet das Qualifying erst um Mitternacht MESZ.

© Motorsport-Total.com

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