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Ryan Hunter-Reay brachte Honda beim Sonoma-test an die Spitze
Ryan Hunter-Reay brachte Honda beim Sonoma-test an die Spitze © IndyCar

Kleine Überraschung bei den IndyCar-Testfahrten in Sonoma: Andretti-Pilot Ryan Hunter-Reay fährt in einem Honda Bestzeit - Neue Reifen für 2017 machen Eindruck.

Der letzte In-Season-Test der IndyCar-Saison 2016 sah Ryan Hunter-Reay Bestzeit fahren: Der Andretti-Pilot markierte auf der vier Kilometer langen Berg-und-Talbahn im nördlichen Kalifornien eine Zeit von 1:16.60 Minuten, womit er 0,12 Sekunden schneller war als sein Teamkollege Marco Andretti.

Im Zentrum der Testfahrten stand ein neuer Reifenprototyp von Firestone für die Saison 2017. Chevrolet experimentierte mit verschiedenen Aerokits und griff zum Teil auf alte Frontflügel aus 2015 zurück.

Die (inoffiziellen) Zeiten sind wenig aussagekräftig, da die Teams auf verschiedensten unterschiedlichen Reifen unterwegs waren. Viele wurden aus bisherigen Rennwochenenden recycelt, hinzu kam der Prototyp. Hunter-Reay war sowohl am Vormittag, als er die Tagesbestzeit markierte, als auch in der Nachmittagssession (1:16.72 Minuten) am schnellsten unterwegs.

Die drittbeste Zeit des Tages markierte Will Power (Penske-Chevrolet; +0,22 Sekunden) , gefolgt von Indy-500-Sieger Alexander Rossi (Andretti-Herta-Honda; +0,24), der die starke Form des Andretti-Teams untermauerte.

Pagenaud enttäuscht

Titelfavorit Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet; +0,49) kam nicht über den neunten Platz hinaus, lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. "Es war ein guter Tag - wir haben viel Zeug erledigt", sagt der Franzose gegenüber 'Racer?. "Der Reifenverschleiß ist wie erwartet und wird für ein interessantes Rennen sorgen. Ich fühle mich gut."

Will Power hingegen studierte bereits die Reifen für 2017. "Die neuen Reifen sind wirklich besser", befindet der Australier. "Sie haben eine weichere Mischung und sind schneller. Ich denke nicht, dass sie vom Verschleiß her groß anders sein werden als die alte Mischung. Auch wir konnten ziemlich viel Arbeit erledigen und werden einen Blick in die Daten werfen, um zu sehen, wie wir die Schnellsten sein können."

Die drei Rookies aus den Indy Lights bewegten sich auf etwa einem Niveau: Zach Veach (Carpenter-Chevrolet) fuhr in 1:18.32 die schnellste Zeit der Junioren, gefolgt von Andre Negrao (+0,03) und Santiago Urrutia (+0,30; beide Schmidt-Peterson-Honda). Am wichtigsten war für alle drei, Erfahrungen zu sammeln - sie kamen auf etwa 60 Runden.

Für die Nachwuchs-Piloten steht an diesem Wochenende das Lights-Finale auf dem Laguna Seca Raceway auf dem Programm.

Es kam zu drei Unterbrechungen während der Tages, davon aber nur einmal durch einen Ausrutscher: Für Jack Hawksworth (Foyt-Honda) war der Test eine Stunde vor der Zielflagge vorzeitig beendet.

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