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Will Power ist nach dem Unfall nicht gut auf Charlie Kimball zu sprechen
Will Power ist nach dem Unfall nicht gut auf Charlie Kimball zu sprechen © LAT

Will Power hat womöglich nach dem Unfall mit Charlie Kimball eine Gehirnerschütterung davongetragen - Heftige Worte nach Unfall bei 300 km/h

Mit dem Unfall zwischen Will Power und Charlie Kimball beim vorletzten IndyCar-Lauf in Watkins Glen hat das Meisterschaftspendel wieder stark in Richtung seines Penske-Teamkollegen Simon Pagenaud ausgeschlagen. Womöglich ist sie bereits entschieden, denn beim Australier besteht wie schon beim Saisonauftakt in St. Petersburg Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Ob er in Sonoma fahren darf, wird sich erst nach einer weiteren medizinischen Untersuchung zeigen.

Doch selbst wenn er in Sonoma fahren darf, wird es eine Herkulesaufgabe, denn Simon Pagenaud hat nun 43 Punkte Vorsprung. Power ist stinksauer auf den Ganassi-Piloten. "Niemand im Fahrerlager mag es, gegen ihn zu fahren", flucht der 35-Jährige, der selbst nicht gerade als moralische Institution im Zweikampf gilt. "Alle im Fahrerlager reden darüber. Ich habe die Wiederholung noch nicht gesehen, aber der geht mir einfach richtig auf den Sack."

Dennoch muss festgehalten werden, dass Power die Linie gewechselt und die Situation wohl falsch eingeschätzt hat. Für solche Manöver ist er in der Vergangenheit im Oval schon bestraft worden. Kimball selbst fühlt sich unschuldig: "Alle anderen, die ich dort attackiert habe, sind rechts geblieben, um innen zu bleiben. Es tut mir Leid, dass wir kollidiert sind, aber sorry, er hat mich ins Gras gedrängt. Wir haben doch Rückspiegel!"

Power bezieht sich darauf, dass er die ganz normale Rennlinie gewählt habe. Womöglich hatte er schlicht und einfach nicht mit einer Attacke an dieser Stelle gerechnet. "Ich war neben ihm und er ist einfach weiter hinter Munoz hergefahren, als ob niemand da sein würde", sagt auch Kimball. "Ich bin mir sicher, dass sich die Rennkommissare das angeschaut haben. Und ich habe keinerlei Strafen erhalten, weil ich schon daneben gewesen bin. Ich kann auch nicht speziell auf andere Rücksicht nehmen. Wir haben in der Meisterschaft nichts zu verlieren."

Zuvor war Kimball bereits in eine Kollision mit Graham Rahal verwickelt, der sich ebenfalls über die Fahrweise des 31-Jährigen echauffierte. Doch auch für diese Szene erhielt Kimball keine Strafe, weil es eher Rahal war, der ihm ins Auto gefahren ist und nicht umgekehrt.

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