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Simon Pagenaud konnte sich am Sonntag zum ersten mal den IndyCar-Titel sichern
Simon Pagenaud konnte sich am Sonntag zum ersten mal den IndyCar-Titel sichern © IndyCar

IndyCar-Champion Simon Pagenaud wird nach seinem Sieg in Sonoma von seinen Emotionen überwältigt - Will Power gratuliert seinem siegreichen Teamkollegen

"Unglaublich. Ich werde es wohl erst morgen realisieren", lacht Simon Pagenaud, nachdem er sich gerade zum ersten Mal in seiner Karriere den IndyCar-Titel gesichert hat. Der Franzose gewann am Sonntag in Sonoma und krönte sich damit gleichzeitig zum IndyCar-Champion 2016. Penske-Teamkollege Will Power sah die Zielflagge nach einem technischen Problem mit acht Runden Rückstand als 20. und damit Letzter. Pagenaud konnte damit komplett ohne Druck seinen fünften Saisonsieg einfahren.

"Was ein Rennen! So viele Emotionen. Es ist schwer, die Worte zu finden. Meine ganze Karriere ging es darum, zu diesem Punkt zu kommen", erklärt Pagenaud, der 2006 den Sprung von Europa nach Amerika wagte und seit 2012 in der IndyCar-Serie an den Start geht. "Das Gefühl, unter Druck 100 Prozent abzuliefern, ist ein großartiges Gefühl", so der Franzose.

"Aber dieser Erfolg gehört dem ganzen Team. Danke für die harte Arbeit und für die Chance, auf der Rennstrecke so zu performen. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll", so ein sehr emotionaler Pagenaud unmittelbar nach dem Zieleinlauf. "Ich muss gerade daran denken, was für eine lange Karriere es war. Ich habe mit sieben Jahren angefangen und eine Menge durchgemacht", verrät er.

"Ich erinnere mich noch immer an mein ersten Kartrennen in Frankreich. Es hat geregnet. Mein Visier war offen, weil ich den falschen Helm hatte. Dieses Bild habe ich noch immer zuhause", lacht der neue Champion und Teamchef Roger Penske lobt: "Ich ziehe meinen Hut vor dem ganzen Team. Zehn Siege für meine Jungs. Wir haben gezeigt, wie gut wir sind, und ich kann sie nicht genug loben."

Power zeigt sich nach seiner Niederlage im Titelkampf derweil sehr gefasst. "Man musste realistisch bleiben bei der Punktsituation", erklärt der Champion von 2014, der mit einem großen Rückstand ins Saisonfinale ging. "So läuft es halt. Simon hat einen phänomenalen Job gemacht und ist verdienter Meister. Wir (Penske; Anm. d. Red.) sind auf den ersten drei Plätzen in der Meisterschaft. Leider hatten wir heute keine Chance."

"Nachdem ich ein Rennen verpasst und vier Siege geholt habe, bin ich ganz zufrieden mit dem Jahr. Ich fühlte mich zu Beginn der Saison nicht gut und jetzt besser", erklärt Power, der 2005 in der Formel Renault 3.5 erstmals gegen seinen heutigen Teamkollegen Pagenaud fuhr. "Ich fahre seit zehn Jahren gegen ihn, und ich freue mich, dass er die Meisterschaft gewonnen hat - auch wenn ich dadurch nur Zweiter geworden bin", so Power.

© Motorsport-Total.com

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