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Josef Newgarden lieh sich in Madison das Auto von Helio Castroneves
Josef Newgarden lieh sich in Madison das Auto von Helio Castroneves © IndyCar

Josef Newgarden hat sich bei zwei Testfahrten an sein neues Team herangetastet - Erste Runden auf dem Gateway-Oval, Zuspruch von Will Power

Penske verliert keine Zeit, Josef Newgarden nach der Verpflichtung ins Team zu integrieren: Bei zwei Testfahrten in dieser Woche hat sich der 25-jährige US-Amerikaner auf seinen neuen Arbeitgeber eingeschossen. Dazu nahm er an einem Test auf dem Gateway Motorsports Park in Madison teil, nachdem er zuvor bereits in Elkhart Lake einen Penske-Privattest wahrgenommen hat. Die Integration ins Team läuft bislang problemlos, das zeigen respektvolle Worte von Will Power.

"Es ist eine tolle und offene Atmosphäre in diesem Team", sagt Newgarden. "Diese Maschine läuft sehr gut und es gibt hier viele großartige Leute und eine gewaltige Historie, auf die ich mich einschießen muss. Brian Campe ist mein Ingenieur und es sind größtenteils die Leute, die Juan (Pablo Montoya; Anm. d. Red.) hatte. Es ist schön und ich habe bereits eine Menge Dinge gelernt." Er hat zuvor vier Jahre in dem Team verbracht, das in diesem Zeitraum Sarah Fisher, Wink Hartman und Ed Carpenter gehört hat.

Auf dem Gateway-Oval testete er gemeinsam mit Marco Andretti (Andretti Autosport), Tony Kanaan (Ganassi), Ed Carpenter (Carpenter), Graham Rahal (RLL), James Hinchcliffe (Schmidt/Peterson) und Sebastien Bourdais (Coyne). "Eine tolle Strecke, sehr interessant, wie eine Mischung aus Phoenix und Milwaukee", konstatiert der Indy-Lights-Meister von 2011. "Die G-Kräfte in den ersten beiden Kurven sind groß, während die Kurven drei und vier etwas offener sind. Ich denke, dort wird sich im Rennen die Action abspielen. Ich bin ein Fan von Kurzovalen, deshalb freut es mich, dass wir dieses aufgenommen haben."

Ein Loblied gibt es unterdessen von seinem neuen Teamkollegen Will Power: "Für mich war das eine absolut logische Wahl. Wenn ich Teambesitzer wäre und jemanden verpflichten müsste, dann wäre Newgarden mein Mann. Er ist jung und schnell und hat jetzt auch einiges an Erfahrung. Er wird noch einige Jahre fahren. Dazu ist er in allen Disziplinen schnell. Er wäre auf meiner Liste ganz oben." Neben Penske hatte auch Ganassi um Newgarden gebuhlt und selbst Ed Carpenter machte ihm ein großzügiges Angebot, das aber natürlich mit den Goliaths nicht mithalten konnte.

Power legt sich unterdessen schon Strategien zurecht, was er macht, wenn Newgarden schneller sein sollte - ein Zeichen enormen Respekts: "Weil er so ein schneller Fahrer ist, stellt er sofort allen gute Daten bereit, die man sich ansehen kann, wenn er mal in einem Sektor schneller ist. Und weil er von einem anderen Team kommt, bringt er frische Ideen mit." Sein erster Eindruck von Newgarden sei "positiv und proaktiv" gewesen.

Gegenüber 'NASCAR Wire Service' äußert er sich auch zu Juan Pablo Montoyas Seuchensaison, die ihn letztlich bei Penske den Platz gekostet hat: "Für mich hatte er kein schlechtes Jahr; er hatte einfach viel Pech, wurde immer wieder von Gelbphasen erwischt und so weiter. Das hat ihn in eine schlechte Position in der Meisterschaft gebracht, die nicht wirklich seinen Speed repräsentiert. Er war sogar noch schneller als in den vergangenen beiden Jahren. Wir verlieren einen Fahrer mit viel Erfahrung, aber gewinnen einen anderen mit Erfahrung, der weiß, wie man Rennen gewinnt. Dazu ist er jung, deshalb kann ich die Entscheidung nachvollziehen."

© Motorsport-Total.com

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