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Die Andretti-Herta-Kooperation geht 2017 in ihre zweite IndyCar-Saison
Die Andretti-Herta-Kooperation geht 2017 in ihre zweite IndyCar-Saison © LAT

Andretti und Bryan Herta Autosport werden auch 2017 gemeinsam ein Auto einsetzen - Unterdessen ist der Einstieg von Carlin noch lange nicht sicher

Bryan Herta und Michael Andretti werden auch 2017 gemeinsam ein Fahrzeug in der IndyCar-Serie einsetzen. Die eigentlich aus der Not heraus geborene Partnerschaft erklomm mit dem Sensationssieg durch Alexander Rossi beim Indianapolis 500 dieses Jahr den Gipfel des IndyCar-Sports. Während diese Partnerschaft weitergeht, ist es um eine weitere noch nicht so weit bestellt: Die Kooperation zwischen KVSH und Carlin ist noch nicht so weit vorangeschritten, wie es von außen den Anschein macht.

Michael Andretti bestätigte diese Woche wenig überraschend: "Wir freuen uns, dass wir Bryan für 2017 wieder im Team haben. Sein Team passt gut in unsere Familie und wir freuen uns auf weiteres Wachstum und weiteren Erfolg mit dieser Partnerschaft." Bryan Herta Autosport operierte von 2012 bis 2015 als eigenständiges Team, spannte im vergangenen Winter aber mit Andretti Autosport zusammen, weil es kein Budget mehr für eine komplette Saison gab. Da auch Andretti Autosport kein viertes Auto mehr dauerhaft einsetzen konnte, erfolgte der Zusammenschluss nach dem Motto: 3,5 + 0,5 = 4 Autos.

Herta und Andretti verbindet eine lange Freundschaft. Auch aussportlicher Sicht macht der Zusammenschluss Sinn: Häufig war der Bolide von Alexander Rossi 2016 das schnellste der Andretti-Autos. Das eigentliche Andretti-Team legte insgesamt eine erschreckend schwache Saison hin. Über den Fahrer gibt es widersprüchliche Angaben: 'Racer' zufolge soll Rossi bereits bei seinem bisherigen Arbeitgeber verlängert haben, 'Autosport' meldet, er soll bei Penske im Gespräch sein. Hier hat 'Racer' unlängst Josef Newgarden als sicher vermeldet (eine ausführliche Story zu Rossi folgt in den nächsten Tagen).

Carlin-Einstieg noch nicht 2017?

Bei Carlin schienen derweil die Zeichen auf IndyCar-Einstieg 2017 zu stehen: KVSH zieht in diesem Winter von Indianapolis nach Florida, wo auch der US-Ableger von Carlin Motorsport seine Basis hat. Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, auch der Weggang von Sebastien Bourdais - voraussichtlich zu Dale Coyne - spricht für große Änderungen. Trevor Carlin dritt allerdings kräftig auf die Bremse: "Wir sind noch ein ganze Stück davon entfernt, dass das passiert."

Er gibt zu, während der Saison mit Kevin Kalkhoven und Jimmy Vasser, den beiden Haupteigentümern von KVSH, gesprochen zu haben. "Sie sind gute Jungs", erzählt er. "Aber dass unser Team sicher in die IndyCar-Serie aufsteigt, ist noch eine Weile hin. Bislang sind wir nicht über das Gesprächsstadium hinaus. Ich habe immer gesagt, dass wenn wir bei den IndyCars starten, wir das für eine ganze Weile machen wollen. Wir wollen nicht nach sechs Monaten wieder verschwinden. Und momentan haben wir nicht annähernd die Sicherheit, die wir brauchen, um es vernünftig zu machen."

Carlin war 2015 in die Indy Lights Meisterschaft eingestiegen und hat in dieser Saison mit Ed Jones den Titel geholt. Trevor Carlin verfolgt das Ziel, eine Karriereleiter aus der USF2000 über die Indy Lights bis hin zu den IndyCars zu schaffen. Er wird auch weiter alles geben, um noch 2017 den Aufstieg zu schaffen: "Komme was wolle - wir wollen in St. Pete in der Startaufstellung stehen! Wir werden so lange es geht darum kämpfen, bis es nicht mehr machbar ist. Wir haben noch fünf Monate bis zum Saisonstart, da ist alles möglich." Interessante Randnotiz: Max Chiltons Vater gehören Anteile am Carlin-Team.

© Motorsport-Total.com

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