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Alexander Rossi: Ernsthafter Penske-Kandidat oder ein Ablenkungsmanöver?
Alexander Rossi: Ernsthafter Penske-Kandidat oder ein Ablenkungsmanöver? © LAT

Josef Newgarden galt unter der Hand schon bei Penske als gesetzt - Nun soll aber auch Alexander Rossi ernsthafter Kandidat für den Captain sein

Das Pokerspiel um das Penske-Cockpit von Juan Pablo Montoya ist bei weitem noch nicht vorbei. Dem amerikanischen Magazin 'Racer' zufolge war Newgarden bereits seit Sonoma sicher im Team von Roger Penske bestätigt. Nun vermeldet aber 'Autosport', dass sich auch Alexander Rossi berechtigte Hoffnungen machen darf, den Platz neben Will Power, Simon Pagenaud und - höchstwahrscheinlich - Helio Castroneves einzunehmen. 'Racer' zufolge soll er aber schon bei Andretti-Herta verlängert haben.

'Autosport' bezieht sich auf ein Statement von Penske-Teamchef Tim Cindric, der sagt, dass Newgarden überhaupt erst seit dieser Woche wirklich verfügbar sei, seit er seinen Abschied von Ed Carpenter Racing bestätigt hat. "Er ist jemand, über den wir nachdenken. Wir lassen uns Zeit und werden auch andere Szenarien ins Auge fassen. Hoffentlich werden wir bis Ende der nächsten Woche eine Richtung haben, wo es hingeht", sagt Cindric.

Eines dieser Szenarien wäre Alexander Rossi. "Wenn man sich ansieht, was er in diesem Jahr im Vergleich zu seinen Teamkollegen erreicht hat... Er hat ein Lehrjahr hinter sich und dabei einiges an Erfahrung gesammelt", streut Cindric ihm Rosen. Erlernen musste er unter anderem die amerikanischen Buckelpisten, nachdem er bislang aalglatte FIA-Kurse gewöhnt war. Und natürlich Ovalrennen, aber das ging schnell: "Das Indianapolis 500 zu gewinnen - Spritsparen hin oder her - zeigt, dass er es drauf hat. Er ist ohne Zweifel ein Fahrer, der diese Meisterschaft gewinnen kann."

'Racer' wiederum hat Rossi bereits als fest bei Andretti-Herta vermeldet. Die Kooperation der beiden früheren CART-Piloten geht 2017 in ihre zweite Saison. Rossi selbst gibt sich bedeckt. Eine Andretti-Herta-Verlängerung wäre für ihn "Wahl Nummer eins, aber man sollte niemals seine Jetons auf eine einzige Karte setzen. Wir reden mit ihnen, aber gleichzeitig reden wir auch mit anderen Teams." Und dann wäre da noch Plan C, wie er gegenüber 'ESPN' verrät: "Ich habe das Gefühl, noch unerledigte Dinge in der Formel 1 zu haben", meldet der US-Amerikaner noch ganz andere Ambitionen an.

Er weiß aber selbst, dass das wenig wahrscheinlich sein wird: "Die Formel 1 ist einer ziemlich merkwürdigen Verfassung, deshalb erwarte ich von dieser Seite nichts. Ehrlich gesagt sind 95 bis 97 Prozent der Teams, mit denen wir reden, in der IndyCar-Serie aktiv." Rossi ist noch immer der Reservefahrer beim Manor-Team in der Formel 1.

Zurück zu Penske: Überraschend verrät Tim Cindric auch, dass Montoya mitnichten bereits aus dem Sattel sei: "Er hat einen großartigen Job gemacht und wir freuen uns, dass er Teil unseres Teams ist. Er ist immer ein Kandidat. Wir haben uns zusammengesetzt und mit ihm geredet. Wir haben ihm gesagt, dass wir das Ende der Saison abwarten müssen, wie sich alles entwickelt. Und da sind wir jetzt. Juan hat immer großen Speed bewiesen und man schaue sich nur die Zahl von Fahrzeugen an, die er überholt hat." Allerdings ist bekannt, dass Montoya sich bereits nach Alternativen umgesehen hat - insbesondere bei Ed Carpenter.

© Motorsport-Total.com

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