vergrößernverkleinern
Fernando Alonso träumte schon jahrelang vom Start beim Indianapolis 500
Fernando Alonso träumte schon jahrelang vom Start beim Indianapolis 500 © LAT

Die Idee, beim Indianapolis 500 zu starten, ist nicht neu: Fernando Alonso gesteht, dass er den Gedanken eines Starts schon seit 2012 mit sich herumträgt

Der Zeitplan für Fernando Alonso vor dem Indianapolis 500 2017 ist knapp: Zwischen der Verkündung des Starts beim 500-Meilen-Rennen und dem Rennen selbst liegen gerade einmal etwas mehr als sechs Wochen. Doch der Gedanke ist gar nicht so neu, wie es den Anschein macht: Der Formel-1-Doppelweltmeister trägt ihn schon jahrelang mit sich herum, wie er bei seinem Besuch im Barber Motorsports Park durchblicken lässt.

Natürlich war Fernando Alonso in seiner Karriere zunächst voll auf die Formel 1 fokussiert. Das änderte sich aber mit der Zeit. "Sagen wir es so: Vor fünf Jahren habe ich angefangen, darüber nachzudenken, wie ich ein kompletterer Fahrer werden kann", so der 35-Jährige. "Um das zu erreichen, sollte man die größten und prestigeträchtigsten Rennen der Welt gewinnen. Das kann man durch die sogenannte Triple Crown aus Formel 1, Indy 500 und den 24 Stunden von Le Mans. Das ist ein sehr ambitioniertes Ziel, weil es bislang nur einem einzigen Mann (Graham Hill; Anm. d. Red.) gelungen ist."

Aus seinen Ambitionen, auch einmal in Le Mans starten zu wollen, hat Alonso nie ein Geheimnis gemacht. Eine gemeinsame Teilnahme mit Nico Hülkenberg 2015 scheiterte allerdings an der Blockade von McLaren-Honda. Deshalb gab er sich auch bezüglich Indy 500 keinen Illusionen hin: "Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich wäre, bis ich aus der Formel 1 zurückgetreten bin."

Die Situation änderte sich dieses Jahr jedoch schlagartig: Zum einen wurde Ron Dennis, bekannt für seine restriktive Personalpolitik, bei McLaren abgesägt. Und zum anderen ist auch der 2017er-Motor von Honda in der Formel 1 ein Rohrkrepierer. Der neue Chef Zak Brown unterstützte die Idee von Anfang an, lieber beim Indianapolis 500 um einen Sieg als in Monaco um einen achten Platz zu fahren. "Es dieses Jahr machen zu können, ist etwas, das mich mit großem Stolz erfüllt und mich sehr glücklich macht", so Alonso weiter. "Es ist mein erster Versuch. Da mache ich es der Erfahrungen wegen."

Ob es nach diesem ersten Versuch noch weitere Anläufe geben wird? "Ich gehe das erst mal Tag für Tag an", gibt er sich geheimnisvoll. "Wir werden am 29. Mai sehen, wie die Situation ist. Wie sehr es mir gefallen hat. Wie konkurrenzfähig ich mir vorgekommen bin. Und ob ich Spaß hatte. Das ist mir wichtig. Aber wenn ich etwas mache, dann will ich gewinnen. Wenn nicht dieses Jahr, dann planen wir für den nächsten Versuch." Wann dieser dann sein wird, lässt er aber offen.

Nachdem es mit dem dritten WM-Titel in der Formel 1 momentan nicht gut aussieht, hat sich Fernando Alonso längst neue Ziele gesetzt: "Ich mache dies, weil es liebe, die schnellsten Rennwagen der Welt zu fahren. Ich will der kompletteste Rennfahrer der ganzen Welt werden und will in allen verschiedenen Rennwagen mit verschiedenen Fahrtechniken gewinnen, an die ich mich anpassen muss. So entwickle ich mich als Fahrer weiter." Worte, die man vielleicht im NASCAR-Fahrerlager mit Interesse registriert...

© Motorsport-Total.com

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel