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Will Power ist wieder zurück: Pole-Position im Barber Motorsports Park
Will Power ist wieder zurück: Pole-Position im Barber Motorsports Park © LAT

Will Power fährt beim Grand Prix von Alabama auf die Pole-Position - Penske im Barber Motorsports Park in alter Stärke - Bourdais außerhalb der Top 10.

Chevrolet erinnerte im Qualifying zum dritten Lauf der IndyCar-Serie 2017 im Barber Motorsports Park in Birmingham die Fangemeinde daran, welcher Hersteller die beste Aerodynamik hat. Nach den Honda-Festspielen zu Beginn der Saison war es Will Power (Penske-Chevrolet), der zu alter Form zurückfand. In 1:06.961 Minuten blieb er als einziger Fahrer unter 70 Sekunden und verwies seine Teamkollegen Helio Castroneves und Simon Pagenaud auf die Plätze zwei und drei.

"Besser geht's nicht!", jubelt der Australier, der sich in eine aussichtsreiche Position gebracht hat, seinen ersten Saisonsieg zu landen. Überholen ist in Birmingham nämlich traditionell schwierig. "Ich habe hart gepusht und keine Fehler gemacht. Dieses Wochenende bin ich mental mehr bei der Sache. Drei Penske an der Spitze, das ist stark." Power hatte sich bereits mit einer Bestzeit im dritten Freien Training in Stellung gebracht und untermauerte seine Form in den "Fast Six" mit der Bestzeit.

Helio Castroneves, in den "Fast Twelve" noch Schnellster, fand kein Mittel gegen den auftrumpfenden Power und belegte mit einem Rückstand von 0,181 Sekunden Rang zwei. Vorjahressieger Pagenaud hatte als Dritter schon 0,420 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen.

Die Honda-Fraktion landete bereits mit über einer halben Sekunde Rückstand dahinter. Scott Dixon (Ganassi-Honda) zeigte sich gegenüber den Freien Trainings leicht formverbessert, doch auf dem Aerodynamik-lastigen Kurs in Alabama reichte selbst der verbesserte Honda-Motor nicht aus, um Penske zu stoppen. Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda; +0,724 Sekunden) und James Hinchcliffe (Schmidt-Peterson-Honda; +0,910) komplettierten das Sextett, das es in den dritten Abschnitt des Qualifyings geschafft hat.

Bourdais von Teamkollegen geschlagen

Überraschend nicht in jener Sitzung vertreten war Josef Newgarden (Penske-Chevrolet), der von Rang sieben aus das Rennen in Angriff nehmen muss und die "Fast Six" um eine halbe Zehntelsekunde verfehlte. Die Top 10 komplettieren Michail Aljoschin (Schmidt-Peterson-Honda), Max Chilton und Tony Kanaan (beide (Ganassi-Honda).

Eine Überraschung im negativen Sinne erlebte Sebastien Bourdais (Coyne-Honda): Der Tabellenführer wurde von seinem Rookie-Teamkollegen Ed Jones überflügelt. Beide teilen sich die sechste Startreihe. Der Franzose klagte über schreckliches Untersteuern. Und Marco Andretti, im zweiten Freien Training am Freitag noch Schnellster, kam nicht einmal über die erste Runde des Qualifyings hinaus - Rang 13. Graham Rahal hatte den meisten Frust von allen Fahrern zu verkraften und startet mit einem völlig unfahrbaren Auto als Letzter.

Dass er von ganz hinten starten muss, ist auf den IndyCar-eigenen Modus im Q1 zurückzuführen: Hier fahren zwei Gruppen unabhängig voneinander. Der Schnellste der schnelleren Gruppe bestimmt die ungeraden Startplätze für seine Gruppe, die andere Gruppe erhält die geraden Positionen - unabhängig von den gefahrenen Zeiten. So kommt es, dass Rookie Zach Veach (Carpenter-Chevrolet) zwar die langsamste Zeit von allen zu Buche stehen hat, aber trotzdem als Drittletzter startet. Er war in Gruppe eins Langsamster und bekam Startplatz 19. Hinter ihm starten Conor Daly (Foyt-Chevrolet) und Rahal, die zwar schneller waren, aber in der zweiten Gruppe fuhren, die zudem einen Starter mehr hatte.

Das Rennen beginnt am Sonntagabend um 21:30 MESZ.

© Motorsport-Total.com

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