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Nur ein Rennen Auszeit: J.R. Hildebrand ist bereit für sein Comeback
Nur ein Rennen Auszeit: J.R. Hildebrand ist bereit für sein Comeback © LAT

J.R. Hildebrand hat sich weit genug von seiner Handverletzung erholt, um in Phoenix zu starten - Zach Veach zahlt bei IndyCar-Debüt Lehrgeld und viele Erfahrungen

Die Pause währte nur ein Rennen: J.R. Hildebrand kehrt nach seinem Unfall beim Long Beach Grand Prix wieder ins Cockpit zurück. Seine linke Hand hat sich nach der Kollision mit Michail Aljoschin in der ersten Kurve der letzten Runde des zweiten IndyCar-Rennens weit genug erholt, um die Tortur der hohen G-Kräfte in Phoenix zu überstehen. "Es waren ein paar schwierige Wochen, diese Verletzung auszukurieren", sagt der Carpenter-Pilot. "Deshalb bin ich gespannt darauf, ins Cockpit zurückzukehren."

Mit dem Phoenix-Oval hat er sich eine der anstrengendsten Strecken überhaupt für das Comeback ausgesucht, schließlich ist das Kurzoval eine einzige G-Schlacht mit bis zu 300 km/h in den Kurven. Da es aber links herum geht, ist die Belastung für die linke Hand nicht so groß wie im Barber Motorsports Park, wo im Uhrzeigersinn gefahren wurde.

"Ich habe das Gefühl, dass meine Genesung weit genug fortgeschritten ist, um es in Phoenix anzupacken", so der 29-Jährige weiter. "Ich möchte es für unser Team ins Ziel schaffen. Dies ist ein Rennen, in dem wir stark sein sollten. Der Wettbewerb ist hart und ich erwarte, dass wir in Bestform auflaufen müssen, um zu bestehen. Ich freue mich drauf, wieder in mein Auto zu steigen. Alle im Team waren sehr hilfsbereit und ich danke ihnen für die harte Arbeit, die sie investiert haben, um mich wieder ins Auto zu bringen."

Zach Veach sieht Zielflagge in Birmingham

Im Barber Motorsports Park hatte Zach Veach Hildebrand vertreten. Der Nachwuchspilot hatte in den Trainingssitzungen noch Mühe, das Tempo der Konkurrenz mitzugehen. Doch im Rennen präsentierte er sich überraschend stark. Bis zum ersten Boxenstopp machte er fünf Plätze gut. Beim letzten Stopp musste er dann Lehrgeld zahlen, weil er diesen verbotenerweise unter Gelb absolvierte. Auch ein Fehler des Teams. Das zog eine Strafe nach sich, doch bestraft war er eigentlich schon genug, weil er durch den Stopp aus der Führungsrunde gefallen war. Er beendete das Rennen als 19.

Für einen Adhoc-Einsatz zog er sich jedoch beachtlich aus der Affäre. "Ich bin insgesamt zufrieden mit meinem ersten IndyCar-Wochenende", so der 22-Jährige. "In Anbetracht der Tatsache, dass ich kaum Zeit hatte, mich vorzubereiten, bin ich zufrieden mit den hier erzielten Fortschritten. Ich hätte es ohne die Hilfe von J.R. und der gesamten Crew von Ed Carpenter Racing nie so weit geschafft. Jeder im Team hat mir geholfen, auf Tempo zu kommen."

Veach fuhr in Birmingham das bisher längste Rennen seiner Karriere, kam jedoch ohne zu klagen über die Distanz. "Was ich gelernt habe, ist, Sprit zu sparen und meine ersten echten Boxenstopps zu absolvieren", sagt der sechsmalige Indy-Lights-Rennsieger. "Ich bin ganz zufrieden, wie es gelaufen ist. Natürlich hätte ich gerne etwas mehr Speed gehabt. Aber mit der geringen Vorbereitungszeit ins Ziel zu kommen, dürfte einiges aussagen."

© Motorsport-Total.com

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