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Alexander Rossi bewies, dass man im Barber Motorsports Park überholen kann
Alexander Rossi bewies, dass man im Barber Motorsports Park überholen kann © LAT

Alexander Rossi machte beim IndyCar Grand Prix von Alabama 13 Plätze im Rennen gut - Glücklich ist er nach den Problemen im Training trotzdem nicht

Seit seinem Sieg beim Indianapolis 500 2016 war es lange Zeit recht still geworden um Alexander Rossi. Der Andretti-Herta-Pilot machte nach seinem Spritspar-Sieg auf dem Brickyard in den weiteren IndyCar-Rennen nicht mehr nachhaltig auf sich aufmerksam. Bis zum dritten Lauf 2017 im Barber Motorsports Park: Rossi fuhr sich nach einem schwachen Qualifying von Startplatz 18 bis auf Rang fünf im Rennen vor. Und das, ganz ohne durch eine glückliche Gelbphase nach vorne gespült zu werden.

Trotz der sensationellen Statistik von 13 gutgemachten Positionen bleibt der ehemalige Formel-1-Pilot ganz gelassen: "Wir wussten, dass wir angesichts unserer Startposition mit etwas ganz anderem aufwarten mussten. Wir haben also früh gestoppt und danach Sprit gespart." Der 25-Jährige kam schon nach 14 Runden zum ersten Stopp rein und wurde somit die nachteiligen weicheren Reifen frühzeitig los. Schon nach der ersten Boxenstopprunde tauchte er, weil er weniger getankt hatte, auf Rang sieben auf und hielt diesen Platz, obwohl er ältere Reifen als die Konkurrenz hatte.

Trotz des längeren zweiten Stopps hielt er diese Position auch nach der zweiten Boxenrunde und war somit effektiv in den Top 10 angekommen. Einen Doppelschlag gab es dann noch einmal im letzten Stint: Zum einen gelang es Rossi, an James Hinchcliffe vorbeizugehen, zum anderen fiel Will Power an der Spitze durch den Reifenschaden aus dem Geschehen. Damit war Rossi Fünfter und brachte diesen Platz über die Linie.

"Wenn man bedenkt, dass wir von Startplatz 18 losgefahren sind, ist ein Platz in den Top 5 wirklich gut", bemerkt Rossi, der sich in der Gesamtwertung auf Rang zehn schob. "Wir haben sehr hart über Nacht gearbeitet und haben versucht, die Fehler zu verstehen, die wir an diesem Wochenende gemacht haben. Wir waren nach dem Qualifying richtig enttäuscht. Mein Ingenieur und ich standen kurz vor der Verzweiflung. Aber wir haben einige gute Entscheidungen getroffen und konnten so einige Probleme des Fahrzeugs beheben, wenn auch nicht alle."

Im Andretti-Team konnte er zumindest zuletzt lachen. Takuma Sato erreichte als zweitbester Pilot aus dem Team von Michael Andretti das Ziel als Neunter. Ryan Hunter-Reay fühlte sich zeitweise in ein Stock-Car-Rennen versetzt, als er mit zahlreichen Piloten Kontakt hatte. Darunter die Rangelei zu Beginn des Rennens, die die erste Gelbphase auslöste. Und Marco Andrettis Rennen war schon vor dem Start ruiniert, weil er infolge eines Elektronikproblems nur im ersten Gang fahren konnte. Er konnte das Rennen mit drei Runden Rückstand auf dem letzten Platz beenden.

© Motorsport-Total.com

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