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Endlich: Charlie Kimball holte sich seinen ersten P1-Award in Texas ab
Endlich: Charlie Kimball holte sich seinen ersten P1-Award in Texas ab © LAT

Der neue Asphalt auf dem Texas Speedway sorgt für neue Rekordmarken - Charlie Kimball holt seine erste Pole-Position - Honda im Qualifying überlegen.

Das Wetter ließ den Freitag der IndyCar-Serie in Fort Worth zu einer Geduldsprobe werden. Ausgiebige Niederschläge am Freitagvormittag brachten den Zeitplan tüchtig durcheinander. Letztlich gelang es aber doch, die drei Trainingssitzungen - zwei Freie Trainings und ein Qualifying - durchzubringen. Das Qualifying geriet dann zu einer Dominanz der Honda- und speziell der Ganassi-Piloten.

Und es ging richtig zur Sache: Neuer Asphalt machte den Texas Motor Speedway schnell wie noch nie. Der Pole-Rekord von Will Power aus dem Jahre 2013 wurde gleich von 19 Fahrzeugen unterboten. Am Ende gab es Grund zum Feiern bei Charlie Kimball: Nach 109 Rennen gelang es ihm endlich, seine erste Pole-Position in der IndyCar-Serie zu holen. Über die zwei Runden auf dem 1,5-Meilen-Oval benötigte der 32-Jährige 46,586 Sekunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 222,556 Meilen pro Stunde (358,169 km/h) entspricht.

Ganassi hatte im April in Texas getestet und wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Dass Kimball jedoch Scott Dixon, der diesen Test vorgenommen hatte, hinter sich ließ, war eine Überraschung. "Ich freue mich riesig, auf Pole zu stehen", freut sich der Insulin-Racer. "Das Auto war schon im ersten Freien Training eine Granate. Da wusste ich bereits, dass wir ein gutes Auto hatten. Ich musste nur raus und das Beste draus machen." Kimball unterbot nicht nur den Pole-Rekord über zwei Runden, sondern pulverisierte in 23,273 Sekunden auch die 14 Jahre alte Bestmarke von Gil de Ferran über eine Runde um eine Viertelsekunde.

Carpenter im Abschlusstraining Schnellster

Scott Dixon (Ganassi-Honda; 222,516 mph) musste sich mit Startplatz zwei begnügen, dahinter gelang es Alexander Rossi mit seinem Andretti-Honda, in 222,442 mph in die Ganassi-Phalanx einzubrechen. Tony Kanaan (222,007) und Max Chilton (221,654) komplettierten mit den Plätzen vier und sechs die Dominanz von Ganassi über zwei Runden. Dazwischen schob sich mit einem bärenstarken Auftritt Bourdais-Ersatz Tristan Vautier (Coyne-Honda; 221,801) bei seinem ersten IndyCar-Einsatz seit 2015.

Erst hinter Michail Aljoschin (Schmidt-Peterson-Honda; 221,489) und Takuma Sato (Andretti-Honda; 221,458) kam mit Will Power (Penske-Chevrolet; 221,277) der beste Chevrolet auf die neunte Position, dicht gefolgt von dessen Teamkollegen Helio Castroneves (221,200) auf Rang zehn.

Nach der Honda-Dominanz im Qualifying war es im anschließenden Abschlusstraining dann aber deutlich ausgeglichener. Im Renntrimm mit Verkehr konnten die Chevrolet-Piloten mithalten. Die Bestzeit holte hier Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet; 224,682), der damit den Streckenrekord auf 23,073 Sekunden herunterschraubte. Er startet allerdings nur von Position 14. Unklar ist für die Fahrer auch nach der abschließenden 30-minütigen Session, ob die "High Line" im Rennen funktionieren wird. Die äußere Linie ist mit dem neuen Asphalt um einiges schwieriger geworden.

Da das Rennen bei Flutlicht ausgetragen wird, müssen Mitteleuropäer lange wach bleiben, wenn sie das Rennen sehen wollen. Rennstart zum Rainguard Water Sealers 600 ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2:30 Uhr MESZ.

© Motorsport-Total.com

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