vergrößernverkleinern
So hätte es laufen sollen: Josef Newgarden wurde aber bald von Scott Dixon gefressen
So hätte es laufen sollen: Josef Newgarden wurde aber bald von Scott Dixon gefressen © LAT

Gegen die Gelbphasen sind IndyCar-Fahrer machtlos - Josef Newgarden verlor den Sieg allerdings nicht auf klassische Weise, sondern beim anschließenden Restart.

Den Frust hat beinahe jeder IndyCar-Fahrer schon einmal erlebt: Man führt überlegen das Rennen an, hat noch eine Runde bis zum Boxenstopp und dann kommt eine Gelbphase raus. Der anschließende Boxenstopp unter Gelb, wenn sich das ganze Feld versammelt hat, wirft einen aus den Top 10 hinaus, weil andere noch kurz vorher gestoppt haben. Josef Newgarden wurde von einer Gelbphase auf dem Weg zum zweiten Saisonsieg ausgebremst. Aber auf eine andere Art als das beschriebene reguläre Szenario.

Newgarden hatte in Elkhart Lake gerade frische harte Reifen beim Boxenstopp gefasst, die ihn durch den nächsten Stint bringen sollten. Scott Dixon fasst hingegen nahm gebrauchte weiche. Über die Distanz sollte Newgarden einen Vorteil haben, doch die Entscheidung fiel schon direkt zu Beginn des Stints. Takuma Sato hatte einen Ausritt und es kam zur Caution. Die Gelbphase ließ die Reifen wieder runterkühlen. Die weichen Reifen würden sich beim Restart schneller aufwärmen lassen.

Newgarden war sich dieser Tatsache früh bewusst: "Ich dachte mir, dass das keine gute Ausgangssituation für den Restart ist", so der Penske-Pilot. "Es war schwierig, die nötige Temperatur in den Reifen zu bekommen. Als das Rennen vorbei war, war mir sofort klar, dass das unser Schicksal besiegelt hat. Eine ungünstige Gelbphase. Wäre die erst nach zehn Runden auf dem Reifensatz rausgekommen, wäre es für uns okay gewesen." So aber musste er sich die Führung über die Außenbahn von Dixon abnehmen lassen.

Newgarden fiel sogar noch auf Rang drei zurück, da Helio Castroneves sich ebenfalls an ihm vorbeischob. Zwar konnte Newgarden den Platz wieder gutmachen, weil Castroneves zu früh zum letzten Stopp an die Box kam. Zum Sieg reichte es trotz erneuter Gelbphase kurz vor Schluss nicht mehr. "Alles in allem war es ein guter Tag. Aber es geht einem schon gegen den Strich, wenn man Zweiter in einem Auto wird, das hätte gewinnen können", fasst Newgarden zusammen. "Scott war einfach großartig, genauso Ganassi Racing. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht und verdienen den Sieg."

© Motorsport-Total.com

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel