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Schnell, sicher, amerikanisch: Der Dallara IR-12 ist nicht mehr wiederzuerkennen
Schnell, sicher, amerikanisch: Der Dallara IR-12 ist nicht mehr wiederzuerkennen © indycar.com

IndyCar zeigen die neuen Dallara-Aerokits im ChampCar-Stil - Gewaltiger Diffusor erzeugt Abtrieb auf der Unterseite des Autos - Zeitplan eingehalten

IndyCar hat das am schlechtesten gehütete Geheimnis Amerikas endgültig aus dem Sack gelassen: Dallara wird das neue Einheits-Aerokit für die IndyCar-Saison 2018 liefern.

Damit wird das Fahrzeug wieder ein kompletter Dallara werden, nachdem von 2015 bis 2017 die Hersteller die Aerokits für den IR-12 geliefert haben. Das Design für das Standardkit und die Superspeedway-Aero wurde von Chris Beatty entworfen und soll an die erfolgreiche Vergangenheit der CART-/ChampCar-Serie erinnern.

Kein Flügelsalat mehr

Gleichzeitig wird das Abtriebsmuster der Fahrzeuge radikal verändert: Der Flügelsalat der derzeitigen Hersteller-Aerodynamiken verschwindet vollends, dafür ziert erstmals ein großer Diffusor das Heck eines IndyCars. Auf diese Weise soll der Effekt der "Dirty Air", der seit Einführung der Kits im Jahre 2015 dramatisch zugenommen hat, wieder minimiert werden.

Die Renderbilder zeigen zudem ein Fahrzeug ohne Rear Wheel Guards und auch ohne Cockpitschutz in beiden Konfigurationen. IndyCar wollte ursprünglich ab 2018 die Cockpitscheibe "Aeroscreen" einführen.

"Zahlreiche Parteien haben in dieser Sache zusammengearbeitet, unter anderem das Fahrerlager und unsere Fans", sagt IndyCar-Rennchef Jay Frye stolz. "Dallara ist ein hervorragender Partner gewesen - wir könnten von dem Look, den Sicherheitsverbesserungen und der Performance nicht begeisterter sein."

Für das neue Aerokit hatten sich mehrere Parteien beworben, Gerüchten zufolge bis hin zu Red Bull. Schlussendlich blieb IndyCar aber seinem langjährigen Partner treu.

Optik in alter Indy-Tradition

Dallara-Chef Andrea Pontremoli fügt hinzu: "2017 ist das 20. Jahr in Folge, in dem wir in der IndyCar-Serie präsent sind. Es ist für uns eine große Ehre, diese Partnerschaft fortzuführen. Unser Hauptziel für die neue Aerodynamik war das Aussehen. Wir wollten die amerikanische Essenz bewahren und dabei ein gutes Niveau von Performance und Sicherheit gewährleisten."

Um die traditionelle Optik zu erzielen, wurde der Ansaug wieder in die Seitenkästen verlegt. Auf eine Lufthutze wird verzichtet. Das Fahrzeug fällt zudem kürzer aus als bei der bisherigen Generation.

Dallara liegt mit seiner Arbeit im Zeitplan. IndyCar hatte den Sommer 2017 für die ersten Testfahrten anberaumt. Dieses Ziel wurde erreicht, die ersten Testfahrten mit der neuen Aerodynaik werden am 25. und 26. Juli auf dem Indianapolis Motor Speedway stattfinden. Das Debüt des High-Downforce-Kits erfolgt am 1. August auf dem Mid-Ohio Sports Car Course - zwei Tage nach dem Rennen an selbiger Stelle. Weitere Testfahrten sind für den 28. August in Iowa und den 26. September in Sebring angesetzt.

© Motorsport-Total.com

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