vergrößernverkleinern
Harrison Newey folgte der Einladung von Bobby Rahal in die Vereinigten Staaten
Harrison Newey folgte der Einladung von Bobby Rahal in die Vereinigten Staaten © IndyCar

Hoher Besuch bei Bobby Rahal: Harrison Newey lässt sich im Gateway Motorsports Park die Tücken des Oval-Rennsports erklären - Nicht ohne Hintergedanken?

Harrison Newey schaut sich nach Karriereoptionen um: Der Sohn von Ingenieurlegende Adrian Newey fährt momentan in der Formel-3-Europameisterschaft und hat sich zum ersten Mal in seinem Leben ein Ovalrennen live vor Ort angesehen. Beim IndyCar-Rennen in Madison stattete er dem Team von Bobby Rahal einen Besuch ab. Der Besuch kam zustande, nachdem Rahal den jüngeren Newey bei einem Besuch eingeladen hat.

"Bobby war vor zwei oder drei Wochen in Großbritannien, um meinen Vater zu sehen", so der 19-Jährige. "Ich frage ihn, wie es denn da drüben in Amerika so sei. Er sagte: 'Komm mit, schau es dir an und sehe selbst.'" Das musste sich Newey, der seit Jahren unter anderem gegen Mick Schumacher un diversen Meisterschaften fährt, nicht zweimal sagen lassen.

Eine Karriere in den USA ist für viele Europäer eine attraktive Option, gerade aufgrund der enormen Kosten einer Formel-2-Saison. Das würde jedoch bedeuten, sich mit dem Ovalsport anzufreunden, der nicht jedermanns Sache ist. Auch Newey ist noch Speedway-Jungfrau, zumindest fast. "Ich bin schonmal eine Runde gefahren", grinst er. "Ich habe in Rockingham mal versehentlich eine runde gedreht. Ich habe meinen Bremspunkt (für das Infield; Anm. d. Red.) verpasst und habe mich entschlossen, gleich ganz außen rum zu fahren."

Natürlich ist dies noch kein Vergleich zum Fahrgefühl in einem speziell für Ovale asymmetrisch gebauten Auto. Und so schaute Harrison interessiert zu, wie das RLL-Team arbeitete. Es war nicht gerade das erfolgreichste Rennen für das Team des dreimaligen IndyCar-Meisters. Dessen Sohn Graham Rahal kam nicht über den zwölften Platz hinaus. Sollte Harrison Newey die IndyCar-Serie für sich entdecken, wäre ein Indy-Lights-Engagement zunächst vorzuziehen. Allerdings hat das RLL-Team keinen Ableger in der Nachwuchsserie.

Bobby Rahal und Adrian Newey arbeiteten in den 1980er-Jahren in der IndyCar-Serie bei Truesports zusammen. Newey begann hier seine bemerkenswerte Kariere als Fahrzeugdesigner. Der von ihm gestaltete March 86C gewann 1986 mit Rahal das Indianapolis 500 und den IndyCar-Titel. Newey selbst war zu diesem Zeitpunkt schon weitergezogen, hat den Kontakt zu Rahal aber nie verloren.

© Motorsport-Total.com

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel