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Das ging schief: James Hinchcliffe knallte nach der Berührung heftig in die Mauer
Das ging schief: James Hinchcliffe knallte nach der Berührung heftig in die Mauer © LAT

James Hinchcliffe und J.R. Hildebrand sorgten für den heftigsten Unfall beim IndyCar-Rennen in Long Pond - Kurios: Nach dem Crash fühlten sich beide schuldig

Die Meinungen bei einem Unfall gehen häufig auseinander. So auch im Falle des Unfalls zwischen James Hinchcliffe und J.R. Hildebrand bei der IndyCar-Serie auf dem Pocono Raceway. Doch während normalerweise Rennfahrer die Schuld auf den jeweils anderen schieben, beschuldigten sich in diesem Fall beide Fahrer selbst. Das Rennen war gerade nach einer Gelbphase wieder freigegeben worden, als Hinchcliffe versuchte, beim Boxenstopp verlorenen Boden aufzuholen. Dann kam ihm Hildebrand in den Weg.

Der "Mayor of Hinchtown" fuhr in Kurve 1 auf der "Low Line", Hildebrand besetzte die mittlere Spur und wusste über seinen Gegner auf der Innenbahn Bescheid. Trotzdem kam es zu einem heftigen Unfall, den beide unbeschadet überstanden. "Als die Fahrer vor uns ausgefächert sind, bin ich in die Luftverwirbelungen geraten", erinnert sich Hildebrand. Die Folge: Das Fahrzeug brach aus und steuerte damit nach innen. Er entschuldigte sich auf der Stelle beim Schmidt-Peterson-Piloten.

Der aber nahm die Schuld stattdessen auf sich selbst: "Ich hätte zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr dort sein dürfen", so der 30-Jährige. Das meint er in doppelter Hinsicht: "Wäre ich ein kleines Stückchen weiter hinten gewesen, hätte er sich womöglich vor mir gedreht." Er meint aber auch die Position generell: Hinchcliffe hatte das Rennen zwischenzeitlich angeführt und verfügte über eines der schnellsten Autos im Feld.

Er machte aber einen Fehler beim Boxenstopp kurz vor der Gelbphase für den Mauerkontakt von Sebastian Saavedra und überschoss seinen Boxenplatz um mehrere Fahrzeuglängen. Das warf ihn weit zurück. "Wir hätten zu diesem Zeitpunkt vorne liegen müssen, aber ich habe einen Fehler beim Boxenstopp gemacht, der uns in diese Position gebracht hat. Das tut mir wahnsinnig Leid für meine Jungs. Sie verdienen besseres."

Auch Hildebrand, der bei seiner erneuten Chance als IndyCar-Vollzeitpilot keine überzeugende Figur macht, kann es nur bereuen: "Das nervt mich für uns beide. Es war enges Racing und wir hätten es bis ans Ende des Rennens schaffen müssen." Hildebrand und Hinchcliffe sind gute Kumpels, da sie sich bereits seit ihrer gemeinsamen Indy-Lights-Zeit kennen.

© Motorsport-Total.com

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