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Fernando Alonso überzeugte bei seinem Debüt beim Indy 500 mit Führungsrunden
Fernando Alonso überzeugte bei seinem Debüt beim Indy 500 mit Führungsrunden © IndyCar

Der starke Auftritt von Fernando Alonso beim diesjährigen Indy 500 wirkt nach: McLaren peilt angeblich eigenes Team in der nordamerikanischen Serie an

Fernando Alonso und sein Formel-1-Team McLaren-Honda haben in der laufenden Saison 2017 der Königsklasse erneut viele enttäuschende Geschichten geschrieben. Die britisch-japanische Allianz kommt aufgrund anhaltender Probleme mit dem Honda-Hybridantrieb auf keinen grünen Zweig. Um den Frust des stolzen Spaniers etwas zu mildern, ermöglichte McLaren seinem Superstar den Start beim berühmten Indy 500.

Alonso, der für sein Debüt in Indianapolis den Grand Prix von Monaco sausen ließ, verkaufte sich bis zu seinem Ausfall (ausgerechnet ein Motorschaden!) bestens. Die Lust auf weitere Starts in der nordamerikanischen Szene wurde durch diese Erfahrungen noch größer. Es erscheint möglich, dass McLaren dem prominenten Angestellten weitere Ausflüge in diese Richtung ermöglicht. Gerüchten zufolge soll ein Start beim diesjährigen IndyCar-Saisonfinale in Sonoma geplant sein.

Diese Spekulationen seien "komplett falsch", betont McLaren-Boss Zak Brown. Alonso müsste für einen solchen Einsatz das Formel-1-Rennen in Singapur auslassen. Aber für die mittelfristige Zukunft hat McLaren offenbar weitere IndyCar-Abenteuer geplant. "Wir wissen alle, dass es gute Chancen gibt, dass McLaren auch im kommenden Jahr mit Andretti Autosport beim Indy 500 antritt", sagt IndyCar-Boss Mark Miles gegenüber 'El Mundeo Deportivo'.

Sogar ein fester Startplatz über eine gesamte Saison erscheint möglich. "McLaren ist daran interessiert, in der IndyCar-Serie ein Team fest einzuschreiben", berichtet Miles in der spanischen Zeitung. "Vielleicht wird das nichts für 2018, aber womöglich für die Saison 2019", so der Amerikaner. Das britische Formel-1-Team mit Sitz in Woking hatte den IndyCar-Einsatz von Alonso unter anderem mit Hilfe von Honda bewerkstelligt. Ein festes IndyCar-Engagement wird demnach nur dann möglich sein, wenn McLaren weiterhin mit Honda verbunden bleibt. Dies gilt jedoch als fraglich.

© Motorsport-Total.com

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