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Josef Newgarden erlebte einen "absolut schrecklichen" Monat Mai in Indianapolis
Josef Newgarden erlebte einen "absolut schrecklichen" Monat Mai in Indianapolis © LAT

Warum IndyCar-Champ Josef Newgarden den Monat Mai als entscheidenden Rückschlag in seiner Titelsaison 2017 ansieht und was für ihn der Aufschwung war

Im Verlauf der 17 Rennen dauernden IndyCar-Saison 2017 hatte Penske-Neuzugang Josef Newgarden in den Ergebnislisten zwei Ausreißer nach unten. Beim Saisonhöhepunkt, dem Indy 500, wurde er nach Verwicklung in einen Crash mit Will Power, James Hinchcliffe, Oriol Servia und Will Davison nur auf Platz 19 gewertet. Beim vorletzten Saisonrennen in Watkins Glen wurde es für Newgarden nach seinem Crash in der Boxenausfahrt nur Platz 18.

Rückblickend betrachtet Newgarden, der sich beim Saisonfinale in Sonoma mit 13 Punkten Vorsprung auf Penske-Teamkollege Simon Pagenaud den Titel sicherte, nicht etwa Watkins Glen, sondern Indianapolis als entscheidenden Rückschlag. "Der Monat Mai war absolut schrecklich", bekennt Newgarden gegenüber 'Motorsport-Total.com' und meint damit nicht nur den Crash beim Indy 500.

"Der Crash beim Indy 500 war riesiges Pech. Doch die Probleme fingen schon beim Grand Prix von Indianapolis an, als ich einen nicht richtig funktionierenden Speed-Limiter für die Boxengasse hatte. Der hat mir drei Durchfahrtsstrafen eingebrockt, weil wir nicht herausfinden konnten, was los war", erinnert Newgarden, der bei besagtem Rundkurs-Rennen in Indianapolis den elften Platz belegte. "Ich habe dort einen Podestplatz, vielleicht sogar einen zweiten Platz, verloren und bin außerhalb der Top 10 ins Ziel gekommen."

Doch damit nicht genug: "Anschließend wurde es im Qualifying zum Indy 500 nur Startplatz 22", spricht Newgarden auf die Tatsache an, dass er dabei satte 30 Punkte auf Polesitter Scott Dixon verloren hat. Das Indy 500 ist das einzige Rennen im IndyCar-Kalender, bei dem auch für das Qualifying Punkte für die Gesamtwertung vergeben werden.

"Und dann wurde ich im Rennen in diesen Unfall verwickelt", so Newgardens Rückblick auf den Monat Mai, der damit schließt: "Einfach nur ein fünfter oder sechster Platz in Indy hätte bedeutet, dass ich in einer Punktesituation nach Watkins Glen gekommen wäre, in der es beinahe ein Selbstläufer gewesen wäre. Dann wäre auch Sonoma kein Problem gewesen."

Gateway-Manöver als entscheidender Aufschwung

Dass Newgarden in Sonoma dann doch den Titel eingefahren hat, führt er nicht zuletzt auf sein beherztes Rad-an-Rad-Manöver gegen den späteren Vize-Champion Simon Pagenaud beim Ovalrennen im Gateway Motorsports Park in St. Louis zurück. Weil er sich mit diesem Manöver die Führung und kurz darauf den Sieg griff, holte Newgarden zehn Punkte auf Pagenaud auf, während der Franzose schließlich nur Dritter wurde und somit 15 Punkte verlor. Der Punkteunterschied bei Saisonende betrug 13 Zähler zugunsten von Newgarden...

"Wäre es beim Gateway-Rennen anders gelaufen und ich wäre Zweiter geworden, dann hätte ich Watkins Glen vielleicht anders angegangen. Das wiederum hätte sich dann auch auf Sonoma ausgewirkt. Hätte Simon dort weniger Punkte Rückstand gehabt, dann hätte ich mehr getan, um ihn am Sieg zu hindern", so Newgarden, dem beim Saisonfinale ein zweiter Platz hinter Pagenaud reichte, um sich den Titel zu sichern.

So kommt der neue IndyCar-Champion Newgarden, der mit seinem Titel ausgerechnet Pagenaud abgelöst hat, zum Schuss: "Ich glaube, das Gateway-Rennen war ein sehr wichtiges Puzzleteil, das geholfen hat, den Titel sicherzustellen."

© Motorsport-Total.com

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