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Geschwindigkeit, Abenteuerlust, Adrenalinüberschuss und Risiko. Auf wohl keine andere Sportart treffen diese Begriffe mehr zu als auf den Motorsport.

Kaum ein Sport ist so vielschichtig, so teuer, so exklusiv. Alleine im Profibereich existieren dutzende Rennserien. Um den Durchblick zu behalten, stellt SPORT1 den Motorsport kurz und kompakt vor:

Motorsportklassen

Zum Motorsport werden alle Sportarten gezählt, die mit motorbetriebenen Fahrzeugen betrieben werden.

Am beliebtesten ist der Automobilsport. Die Formel 1 ist die berühmteste Rennserie der Welt, es existieren aber unzählige weitere. ADAC GT Masters, DTM, ADAC Formel 4, Formel 3, Indycar, 24-Stunden-Rennen. Die Liste ließe sich beliebig weiterführen.

Nachwuchsfahrer messen sich eher im Kartsport, wollen sich in Sprintrennen, Langstreckenrennen und im Kartslalom für eine Karriere im Automobilsport empfehlen. Nahezu jeder Formel 1-Weltmeister ist durch diese Schule gegangen. Michael Schumachers Vater war beispielsweise Kartbahn-Besitzer.

Der Rallye-Sport ist der einzige Automobilsport, der nicht auf Rennstrecken durchgeführt wird. Rallye-Fahrer messen sich auf Landstraßen und Feldwegen, haben sogar einen Beifahrer, der während eines Laufs navigiert.

Auch auf zweirädrigen Gefährten wird um Titel gefahren. Der Motorradsport erfährt vor allem in Spanien große Beliebtheit, wird wie der Automobilsport auch auf Rennstrecken durchgeführt. Bekannt sind die MotoGP, die Moto2 und die Moto3.

In den letzten Jahren wurde der Motorsport um weitere Fahrzeuge erweitert. Seit kurzem gibt es im Motorbootsport  Rennserien, 1986 war die Disziplin sogar einmalig olympisch. Auch Traktoren und Lastkraftwagen messen sich auf Wettbewerbsniveau. Besonders spektakulär sind die Flugzeug-Rennserien. Bei sogenannten Air Races müssen Piloten auf der Jagd nach Bestzeiten durch enge Pylonen fliegen.

Im Geschwindigkeitsrausch - Die Geschichte des Sports

Kein Motorsport ohne Motor, ganz logisch! Deshalb wurde der Motorsport erst Ende des 19. Jahrhunderts nach der Entwicklung erster motorisierter Fahrzeuge geboren. Die Wiege des Motorsports liegt genau wie die der Automobile in Europa.

Zu Beginn traten die Kraftfahrzeuge noch in Wettfahrten gegen Reiter Fahrradfahrer und Eisenbahnen an. Mit der rasenden Weiterentwicklung der Fahrzeuge, ihrer steigenden Zahl und Vielfalt, ging man schon um die Jahrhundertwende  zu KFZ-internen Wettfahrten über.

Die wurden aber noch auf öffentlichen Straßen durchgeführt, führten häufig von einer Großstadt in die Nächste. Bei den ersten Boliden stand - wie heute noch im Radsport - die Ausdauerleistung im Vordergrund.

Das änderte sich nach dem Ersten Weltkrieg. Der Geschwindigkeitsrausch packte die Motorsportszene. Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden und das Bestmögliche aus den Kraftfahrzeugen herauszuholen, wurden spezielle Rennstrecken gebaut. So geschehen im italienischen Monza, im belgischen Spa, oder auch in Berlin.

Die Professionalisierung des Rennsports spiegelte sich auch in den Rekorden wieder. Schon 1937 erreichten die Rennwagen Top-Geschwindigkeiten von über 300 km/h, die Motorräder packten die 200 km/h-Schallmauer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stagnierte der Rennsport einige Zeit. Ab den 1950er dann eine Revolution: Stromlinienförmige Karosserien bei den Rennwagen sorgten für neue Bestleistung, Rennställe wurden gegründet. Das große Problem blieb die Sicherheit. Unzählige Todesopfer sowohl unter Rennfahrern, als auch unter Zuschauern waren zu beklagen.

Das änderte sich erst ab den 1970er. Auslaufzonen auf den zunehmend kurvenreicheren Kursen, die Einführung von Sicherheitsgurten, Überrollbügeln und feuerfester Kleidung minimierte die Todeszahlen. Und das obwohl die Anzahl der Profiklassen und Motorsportler sukzessive stieg und mit den Karts auch im Breitensport Fuß fasste.

In den letzten Jahren entwickelten sich insbesondere Motorbootrennen und Spezialfahrzugklassen zu neuen Attraktionen. Mit noch mehr Spektakel ziehen sie weitere Fans in den Motorsportbann.

Motorsport heute

Der Motorsport im 21. Jahrhundert hat sich weit von seinen Ursprüngen entfernt. Er ist straff organisiert, folgt kommerziellen Absichten und hat kaum noch etwas mit der Abenteuerlust der Vorväter zu tun.

Beste Beispiele hierfür sind der MotoGP und die Formel 1. Wer kein Geld hat, hat keine Chance in diesen exklusiven Rennserien. Zu teuer ist die Entwicklung des Chassis, die Bezahlung der Lizenz sowie der ständige Umzug zum neuen Rennort.

Trotzdem erfreut sich vor allem die Formel 1 in Deutschland großer Popularität. Das liegt vor allem am Erfolg deutscher Fahrer, die in schöner Regelmäßigkeit um den WM-Titel fahren.

Der Rallyesport wird in Deutschland als Breitensportveranstaltung für Amateure praktiziert, In der Rallye 200 treten Motorsportverrückte auf einer Strecke von 200 km gegeneinander an. Eine ähnliche Popularität können die neuen Motorsportarten nicht aufweisen, sie hinken in der öffentlichen Aufmerksamkeit noch hinterher.

Neben Deutschland ist der Motorsport vor allem in Italien, Großbritannien, Frankreich und den USA populär. In anderen Ländern ist er vor allem aufgrund seiner Gefährlichkeit und Umweltschädlichkeit ein Politikum. In Israel und Norwegen sind Motorsport-Veranstaltungen sogar verboten.

Helden der Geschichte und Gegenwart

Jede Motorsportart hat ihre eigenen Helden. Die größten Legenden im Automobilsport sind Formel-1-Fahrer. Michael Schumacher konnte die Serie sieben Mal gewinnen, ihm folgt mit fünf Erfolgen der Argentinier Juan Manuel Fangio. Ayrton Senna galt als bester Fahrer der frühen 90er. 1994 verstarb er tragisch bei einem Rennen in San Marino.

Aus aktueller Sicht prägen insbesondere Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel und der Brite Lewis Hamilton die Geschichtsbücher. Beide konnten in ihrer Karriere schon Rekorde für die Ewigkeit setzen.

Die MotoGP wird vor allem mit zwei Namen verbunden. Valentino Rossi gehört als Rekordweltmeister zu den Legenden des Motorsports. Er misst sich aktuell mit dem Spanier Marc Marquez, der trotz seines jungen Alters schon mehrfacher MotoGP-Weltmeister ist und als talentiertester Fahrer aller Zeiten gilt.

Zwei Franzosen dominieren die Statistiken der Rallye-Weltmeisterschaft. Sebastien Loeb ist Rekordweltmeister, gewann neun Mal den Rallye-Titel. 2012 holte er seinen letzten Titel. Ihm folgte lückenlos sein Landsmann Sebastien Ogier nach, der seit 2012 alle WM-Titel gewonnen hat.

Auch bei der Rallye Dakar dominiert ein Franzose. Stephane Peterhansel konnte sechsmal auf dem Motorrad und siebenmal mit dem Auto bei der schwersten Rallye der Welt triumphieren.

Die wichtigsten Rennserien

Automobilsport: Formel 1, DTM, IndyCar, 24-Stunden von Le Mans

Motorradsport: MotoGP, Moto2, Moto3, Superbike-Weltmeisterschaft

Rallye-Sport: Rallye Dakar, Rallye-Weltmeisterschaft

Neuer Motorsport: Red Bull Air Race, FIA-Championat (Truck Racing)