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Valentino Rossi verließ das Honda-Werksteam Ende 2003 aus Trotz
Valentino Rossi verließ das Honda-Werksteam Ende 2003 aus Trotz © FGlaenzel

Der Publikumsliebling ärgert sich, dass zu seiner Zeit das Motorrad für die Erfolge verantwortlich gemacht wurde und heutzutage der Fahrer der wichtigste Faktor ist.

Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi ist seit der Saison 2000 Stammpilot in der Königsklasse. Der Italiener dominierte die 500er-WM/MotoGP in den Jahren 2001, 2002 und 2003 mit Honda. Doch damals machten die Experten oft das überlegene Material für Rossis Erfolge verantwortlich. Selbst Honda war der Meinung, Rossi würde nur gewinnen, weil die RC211V den Konkurrenzprodukten überlegen ist. Nach der Saison 2003 belehrte der gekränkte Italiener die Japaner eines Besseren und wechselte zu Yamaha.

Heutzutage hält sich Honda mit derartigen Äußerungen zurück. Die HRC-Verantwortlichen möchten Weltmeister Marc Marquez um jeden Preis im Team halten. "Das ist der große Unterschied zwischen meiner Ära und der von Marquez", unterstreicht Rossi. "Als ich 2001, 2002 und 2003 mit Honda den Titel holte, haben nicht alle Leute, aber viele Leute gemeint, dass ich nur gewinne, weil ich das beste Motorrad habe."

"Marc hat mit Honda viele Rennen gewonnen. Doch nun sagt man, dass er den Unterschied ausmacht. Ich weiß nicht, warum es anders ist als zu meiner Zeit. Es ist schwierig, das zu verstehen", grübelt der "Doktor", der nach seinem Wechsel zu Yamaha zwei weitere WM-Titel sicherstellte. Die damaligen Konkurrenten verzweifelten. Weder Max Biaggi, noch Sete Gibernau oder Marco Melandri konnten Rossis Titel gefährden.

"Vielleicht ist es auf die Gegner zurückzuführen", bemerkt Rossi und vergleich die damalige Situation mit der jetzigen: "Wir sind im Vergleich zu meinen Rivalen jetzt stärkere Gegner. Wir beschweren uns nur selten über das Motorrad. Als ich Biaggi in der Vergangenheit schlug, beschwerte er sich ständig, dass ich das beste Motorrad habe. Das war lustig (lacht; Anm. d. Red.)."

"Ich wechselte das Motorrad und gewann auch mit der Yamaha. Doch dann hieß es, ich gewinne, weil ich keine Gegner habe. Es ist eine nicht endende Story", winkt der neunmalige Weltmeister ab. Dass Marquez momentan der beste Fahrer ist, bestreitet Rossi hingegen nicht: "Die Honda ist ziemlich stark, doch man kann Marc nicht in Frage stellen. Er hat sehr viele Rennen gewonnen. Im Moment ist er der schnellste Fahrer."

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