vergrößernverkleinern
Sandro Cortese stürzte außerdem kurz vor Schluss in der letzten Kurve
Sandro Cortese stürzte außerdem kurz vor Schluss in der letzten Kurve © FGlaenzel

Marcel Schrötter, Jonas Folger und Sandro Cortese verpassen im Qualifying in Misano die Top 10 - Dennoch nimmt sich das deutsche Trio WM-Punkte vor

Für die drei deutschen Moto2-Fahrer war das Qualifying für den Grand Prix von San Marino in Misano nicht von Erfolg gekrönt. Keiner dieses Trios schaffte es in die Top 10 der Startaufstellung. Bester Deutscher war Tech-3-Pilot Marcel Schrötter als Elfter. Jonas Folger (Kalex) konnte seinen Höhenflug von Silverstone nicht an die Adriaküste mitnehmen und qualifizierte sich direkt hinter Schrötter für Position zwölf. Sandro Cortese stürzte bei der Zeitenjagd in der letzten Kurve von seiner Kalex, blieb aber unverletzt.

Der Moto3-Weltmeister von 2012 wird das Rennen demnach als 14. in Angriff nehmen. Alle drei peilen am Sonntag WM-Punkte an. "Es lief heute nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe", seufzt Cortese. "Wir konnten es von Anfang an nicht auf den Punkt bringen, sondern sind eher hinterhergehangen. Ich bin dann noch übers Vorderrad gestürzt. Schade, dass ich für die Jungs mehr Arbeit produziert habe als nötig war. Im ersten Sektor komme ich nicht ganz so klar, wie ich es gern hätte. Ich muss einfach fahrerisch noch drauflegen. Aus Reihe fünf können wir morgen trotzdem ein gutes Rennen fahren."

Besser machte es Schrötter, der die Top 10 nur um 45 Tausendstelsekunden verpasste. "Im Großen und Ganzen war es ein positiver Tag für mich", zeigt sich Schrötter besser gelaunt als Cortese. "Allerdings hat es mit einer Schrecksekunde begonnen, als wir am Vormittag wegen eines Batteriedefekts viel Trainingszeit verloren haben. Das musste ausgerechnet in der ersten trockenen Session passieren. Aber danach bin ich noch gut in Schwung gekommen und habe mir daher für das Qualifying einiges ausgerechnet."

"Im Speziellen hinsichtlich der Rundenzeiten war ich recht optimistisch, dass es schneller geht. Im Endeffekt hatte ich mir aber erneut schwer getan, meine Zeiten locker mehr nach unten zu revidieren. Erst mein letzter Versuch war dann okay. Vor allem die allerletzte Runde wäre eine super Zeit geworden, hätte ich den vierten Streckenabschnitt nicht verhaut. In einer Kurve bekam ich urplötzlich ein massives Chattering, was mich natürlich irritiert hat und deshalb viel Zeit verloren ging."

"Schade, denn dadurch habe ich bestimmt einen Startplatz eine Reihe weiter vorne verspielt", ärgert sich Schrötter über das Missgeschick. "Platz elf liegt zwar im Bereich der Zielsetzungen, wo wir konstant hinwollen, aber restlos zufrieden bin ich nicht damit. Ich spürte, dass es schneller gehen könnte. Ok, ist so und kann man nicht mehr ändern. Zumindest gibt das für morgen die Sicherheit, dass im Rennen volle Attacke möglich ist."

Folger rechnet sich im Rennen einiges aus

Auch Folger ärgert sich über sein Ergebnis: "Der zwölfte Startplatz entspricht nicht ganz den Tatsachen. Meine Idealzeit wäre für die zweite Reihe gut genug gewesen. Von dem her ist also noch nichts verloren", rechnet er sich dennoch Chancen für das Rennen aus. "Ich blicke dem Rennen sehr zuversichtlich entgegen. Das Problem im Qualifying war, dass ich mich zu stark auf meine Schwachpunkte konzentriert habe. In erster Linie habe ich im ersten Streckenabschnitt zu viel Zeit verloren. Als das endlich ausgemerzt war, ging mir zum Schluss des Qualifying die Zeit aus."

"Zudem bin ich in Verkehr geraten, außerdem habe ich in meiner vorletzten Runde nochmals gepatzt, als ich mich beim Überholen eines Wildcard-Piloten verschalten habe. Das passierte ausgerechnet in einer langsamen Passage, wo ich viel Schwung verloren habe. Erst im allerletzten Abdruck sind mir noch drei starke Sektor-Zeiten gelungen, was gleichzeitig auch zu meiner schnellsten Rundenzeit geführt hat. Schade, dass es zu keiner perfekten Runde gereicht hat."

Allerdings spielte auch der verregnete erste Tag für Folgers Abschneiden eine Rolle, wie er erläutert: "Nachdem es im Gegensatz zu Freitag in beiden Trainings trocken war, habe ich mich um die Spur zu sehr auf die Streckenkenntnisse mit der Moto3 versteift. Ich musste aber schnell einsehen, dass mir die Pole des vergangenen Jahres mit der Moto2 überhaupt nichts bringt. Ich war damals zwar sauschnell, aber hinsichtlich der Linienwahl musste ich praktisch wieder bei null beginnen, was allerdings noch am Vormittag während des ersten trockenen Trainings abgehakt werden konnte."

"Wie gesagt habe ich noch rechtzeitig meine Form für den Misano Circuit gefunden und mit der vierten Reihe noch eine akzeptable Ausgangsposition geschaffen. Trotzdem bin ich natürlich nicht restlos zufrieden. Für das Warmup ist noch ein Feinschliff angesagt und dann erwarte ich mir einiges vom Rennen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel