vergrößernverkleinern
Alex Rins konnte sich in einem tollen Finale gegen Alex Marquez durchsetzen
Alex Rins konnte sich in einem tollen Finale gegen Alex Marquez durchsetzen © FGlaenzel

Zweiter Sieg in Folge für Alex Rins: Der Spanier bezwingt seinen Teamkollegen Alex Marquez in einem spannenden Finale - WM-Spitzenreiter Jack Miller auf Rang drei

Alex Rins hat sich in Misano seinen zweiten Saisonsieg in Folge gesichert. Der Spanier bezwang seinen Estrella-Galicia-Teamkollegen Alex Marquez in einem spannenden Finale. Noch am Morgen waren die beiden Honda-Piloten im Warmup gestürzt. Den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich WM-Spitzenreiter Jack Miller (KTM), der nun allerdings etwas von seinem Vorsprung eingebüßt hat.

"Das Rennen hat Spaß gemacht", freut sich Rins, der auch 2013 bereits in Misano in einem Herzschlagfinale gegen Maverick Vinales gewinnen konnte. In diesem Jahr zog der Spanier dem Rest des Feldes teilweise um mehr als eine Sekunde davon, doch drei Runden vor Schluss hatte Marquez die Lücke wieder zugefahren und es entwickelte sich erneut ein Kampf bis zur Ziellinie.

"Drei oder vier Runden vor Schluss habe ich an das Rennen im vergangenen Jahr gedacht. Damals war es die gleiche Sache mit Maverick", berichtet Rins und ergänzt: "Die Strategie war perfekt und wir sind in der Meisterschaft wieder ein Stück näher gekommen." Marquez ging als Führender in die letzte Runde, doch Rins gelang wenige Kurven vor Schluss das entscheidende Überholmanöver, Marquez konnte anschließend nicht mehr kontern und sah die Zielflagge 0,042 Sekunden nach seinem Teamkollegen.

Miller fährt auf Rang drei

"Ich hab mein Bestes gegeben. Nach dem Unfall im Warmup fühlte ich mich nicht gut, aber am Ende habe ich diesen Sturz mit jeder Runde mehr vergessen", sagt der jüngere Bruder von MotoGP-Champion Marc Marquez und ergänzt: "Letztendlich habe ich Platz zwei und vier Punkte mehr als Miller geholt. Das ist wichtig für die Meisterschaft." So liegt Miller in der WM nun nur noch 13 Punkte vor Marquez und 29 vor Rins.

"Die Hondas waren stark, aber KTM war nicht so weit weg", erklärt der WM-Spitzenreiter, der früh den Anschluss an die beiden Honda-Piloten verlor und in der Schlussphase ein relativ einsames Rennen auf dem dritten Platz fuhr. "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, denn wir hatten eine wirklich gute Pace. Ich konnte die Lücke am Ende um ein bis drei Zehntel pro Runde schließen. Das war aber nicht mehr genug, um den Job noch zu erledigen", so Miller.

In Sachen Reifen waren sich alle Piloten einig und wählten sowohl vorne als auch hinten den Medium-Pneu. "Mit dem weichen Reifen konnte ich gestern viel schneller fahren", berichtet Miller, der mit seinen Reifen allerdings nicht wirklich glücklich war. Am Ende lag sein Rückstand auf Rins bei 3,403 Sekunden.

Bastianini stark, Fenati enttäuscht

Rund eine Sekunde hinter Miller entbrannte zwischen Brad Binder (Mahindra), Isaac Vinales und Enea Bastianini (beide KTM) ein heißer Kampf um Position vier, den Vinales am Ende vor Bastianini für sich entscheiden konnte. Der Italiener, der lediglich von Rang 17 gestartet war, zeigte allerdings wieder einmal eine beeindruckende Leistung. Die Top 10 komplettierten Alexis Masbou (Honda), Andrea Migno (Mahindra), Juanfran Guevara (Kalex-KTM) und Efren Vazquez (Honda).

Lokalmatador Romano Fenati (KTM) kam nach einer durchwachsenen Vorstellung nicht über Rang elf hinaus. Von dieser Position war er auch gestartet. Noch schlimmer erwischte es seinen Teamkollegen und Landsmann Francesco Bagnaia, der die Zielflagge nach einem Sturz gar nicht sah. Philipp Öttl (Kalex-KTM), an diesem Wochenende der einzige deutsche Pilot in der Moto3, kam mit mehr als 37 Sekunden Rückstand nur als 19. ins Ziel.

Auch Niklas Ajo (Husqvarna) erlebte ein völlig verkorkstes Rennen. Der Finne, der von Rang zwei gestartet war, wurde zunächst bis ins Mittelfeld durchgereicht und stürzte in der 12. Runde zu allem Überfluss auch noch. Auch Scott Deroue (Kalex-KTM), Andrea Locatelli, Matteo Ferrari (beide Mahidnra), Karel Hanika und Gabriel Rodrigo (beide KTM) sahen die Zielflagge in Misano nicht.

Pech auch für Miguel Oliveira: Der Mahindra-Pilot stürzte an Position drei liegend und wurde am Ende nur 22. Die weiteren WM-Punkte gingen derweil an Danny Kent (Husqvarna), John McPhee, Zulfahmi Khairuddin (beide Honda) und Jorge Navarro (Kalex-KTM). In der Herstellerwertung liegen KTM und Honda mit jeweils 278 Punkten nun gleichauf. Das nächste Moto3-Rennen findet in zwei Wochen in Alcaniz (Aragonien) statt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel