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Esteve "Tito" Rabat sicherte sich in Misano bereits seinen siebten Saisonsieg
Esteve "Tito" Rabat sicherte sich in Misano bereits seinen siebten Saisonsieg © FGlaenzel

Esteve "Tito" Rabat und Mika Kallio haben Marc VDS den dritten Doppelerfolg in Serie beschert - Rabat in der WM nun 22 Punkte vor Kallio - Kontroverse um Jonas Folger

Esteve "Tito" Rabat hat in Misano seinen dritten Sieg in Serie und seinen bereits siebten Saisonsieg insgesamt eingefahren. Der Kalex-Pilot siegte erneut vor seinem Marc-VDS-Teamkollegen Mika Kallio, der nun zum dritten Mal in Folge Zweiter hinter Rabat wurde und in der WM jetzt 22 Punkte Rückstand hat. Rang drei ging an Johann Zarco auf der Caterham-Suter.

"Ich bin mit den letzten fünf Runden nicht zufrieden. Ich hatte fast das ganze Rennen geführt und kein schlechtes Gefühl", sagt Kallio, der zunächst den Start gewinnen und anschließend um mehr als eine Sekunde davonziehen konnte. Rabat konnte die Lücke allerdings schießen und seinen Teamkollegen wenige Runden vor Schluss nicht nur überholen, sondern anschließend auch deutlich davonziehen. Im Ziel betrug sein Vorsprung satte 2,271 Sekunden.

"Tito holte Runde für Runde auf und war dann hinter mir. Ich dachte aber trotzdem, dass ich das Rennen gewinnen könnte", sagt der Finne weiter und fügt hinzu: "Meine Rundenzeiten waren auf einem guten Level und ich pushte hart. Aber fünf oder sechs Runden vor Schluss baute der Hinterreifen plötzlich stark ab. Ich fuhr dann eine Sekunde langsamer und konnte Tito nicht mehr folgen. Das Rennen war danach vorbei. Ich bin sehr enttäuscht."

Rabat profitiert von Kallios Fehlern

"Mika ist sehr schnell gestartet. Ich habe versucht, ihm zu folgen, und er hat hin und wieder einen Fehler gemacht", berichtet Rabat und ergänzt: "Daher konnte ich ihn einholen. Ich folgte ihm und blieb dran. Als er dann einen Fehler machte, konnte ich ihn überholen. Dann habe ich gepusht und bin davongezogen." Kallio konnte anschließend nicht mehr kontern.

Johann Zarco fuhr hinter den beiden WM-Favoriten ein einsames Rennen auf dem dritten Platz. "Es ist nicht so einfach, von der sechsten Position zu starten. Aber ich konnte ab der ersten Kurve kämpfen", berichtet der Franzose und ergänzt: "Als ich erst einmal Dritter, wollte ich Kallio und Tito folgen, aber es war sehr hart. Die Rundenzeiten waren aber gut, also konnte ich mich etwas entspannen und musste nicht zu hart pushen."

"Am Ende hatte ich Angst, dass Maverick (Vinales; Anm. d. Red.) mich noch einholen würde, aber er war weit genug weg", so Zarco. Dominique Aegerter (Suter) kämpfte lange Zeit mit Vinales (Kalex) um den vierten Platz. Am Ende musste sich Aegerter jedoch nicht nur Vinales, sondern auch noch seinem Landsmann Tom Lüthi (Suter), der Fünfter wurde, geschlagen geben. Für Lüthi ist das nach seinem dritten Platz im Qualifying allerdings trotzdem kein optimales Ergebnis.

Durchfahrtsstrafe für Folger

Die Top 10 komplettierten Franco Morbidelli, Julian Simon, Axel Pons und Takaaki Nakagami (alle Kalex). Für die größte Kontroverse des Rennens sorgte Jonas Folger. Der Deutsche wurde beim Überschreiten der Streckenbegrenzung erwischt. Die Rennleitung war der Ansicht, dass der Kalex-Pilot einen Vorteil daraus gezogen habe, und wies ihn an, sich einen Platz zurückzufallen zu lassen.

Zu diesem Zeitpunkt lag Folger auf Rang acht und hatte bereits mehr als fünf Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger und missachtete die Anweisung zunächst. Als er dann schließlich doch noch Tempo herausnahm und sich zurückfallen ließ, war es bereits zu spät. Folger bekam zusätzlich eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt und beendete das Rennen so lediglich auf Platz 19 und damit außerhalb der Punkteränge.

Auch Marcel Schrötter (Tech 3) war einmal zu weit neben der Strecke, kam allerdings mit einer Verwarnung davon und wurde am Ende guter Elfter. Sandro Cortese (Kalex) beendete das Rennen auf Platz zwölf. Weniger Glück hatte Schrötters Teamkollege Ricky Cardus. Der Spanier lag nach einem starken Start zunächst auf Rang drei, verlor allerdings später wieder einige Plätze und stürzte dann auch noch.

Auch Riccardo Russo, Nico Terol und Miroslav Popov (alle Suter) sahen die Zielflagge nicht. Die weiteren Punkteränge belegten derweil Mattia Pasini (Kalex), Randy Krummenacher (Suter) und Luis Salom (Kalex). Sam Lowes (Speed Up) ging an seinem 24. Geburtstag als 18. leer aus. Das nächste Moto2-Rennen steht in zwei Wochen in Alcaniz (Aragonien) auf dem Programm.

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