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Andrea Dovizioso war trotz Platz vier mit seinem Ergebnis sehr zufrieden
Andrea Dovizioso war trotz Platz vier mit seinem Ergebnis sehr zufrieden © Ducati

Andrea Dovizioso verpasst in Misano das Podest, doch der Italiener ist glücklich: Es fehlten nur fünf Sekunden auf den Sieger - Ducati bestätigt steilen Aufwärtstrend

Obwohl es Andrea Dovizioso bei seinem Heimrennen in Misano nicht auf das Podest geschafft hat, lächelte der Italiener nach dem Grand Prix. "Ich bin sehr glücklich, denn es fehlten nur fünf Sekunden auf Valentino", streicht der Ducati-Werksfahrer die entscheidende Zahl hervor. "Vor dem Rennen wäre dieser Rückstand ein Traum gewesen. Das ist eine weitere Bestätigung für unsere Fortschritte."

Schon in Silverstone kämpfte Dovizioso das gesamte Rennen über gegen Valentino Rossi (Yamaha) und Sani Pedrosa (Honda). Nun in Misano folgte er Pedrosa erneut, konnte aber keinen Angriff setzen. Somit wurde es der vierte Platz. Und vor allem der geringe Rückstand auf den Sieger war das positive Zeichen von Ducati. "Trotzdem war es ein merkwürdiges Rennen, denn ich war oft über dem Limit. Ich hatte aber ein gutes Gefühl für meine körperliche Kraft und konnte weiterpushen. Ich bin manchmal zwar über das Limit gegangen, aber ich konnte es kontrollieren. Das war sehr gut für mich."

Hätte es eine Chance gegeben, Pedrosa noch zu überholen? "Ich hatte von der ersten Runde bis zum Ende nicht die Pace von Dani. In einigen Kurven war er schneller, deswegen musste ich in anderen Kurven, wo ich schneller war, über das Limit gehen. Ich musste in jeder Runde diese Strategie anwenden", berichtet Dovizioso. "Deshalb konnte ich mir keine Überholstrategie überlegen. Manchmal hat er kleine Fehler gemacht. Das ermöglichte es mir, den Anschluss zu halten."

"In den letzten Runden wurde der Abstand wieder etwas größer. Ich war körperlich aber in guter Verfassung. Deshalb sagte ich mir, dass ich zwar sehr schnell stürzen könnte, aber ich wollte es versuchen, weil ein Podestplatz in Misano sehr besonders gewesen wäre. Deshalb habe ich mehr Risiko als normal genommen. Das war eine gute Strategie, denn in Kurve 13 war ich an ihm dran. Ich war aber nicht nahe genug, um ein Überholmanöver vorzubereiten. Das war das Limit."

Obwohl Andrea Iannone im Qualifying für Schlagzeilen sorgte, ist und bleibt Dovizioso derzeit der beste Ducati-Fahrer. "Ich bedanke mich beim Team, denn alle arbeiten sehr hart", richtet "Dovi" die Worte an seine Crew. "Wir haben noch nicht das Motorrad, um unsere Gegner herauszufordern. Wir kommen ihnen aber immer näher. Ich denke, ich habe in den vergangenen beiden Rennen etwas Besonderes geschafft. Das Motorrad ist aber auch besser geworden. Wir haben in diesem Jahr Fortschritte geschafft."

"Der Rückstand von fünf Sekunden ist zwar gering, aber ich bin nicht auf normale Weise gefahren. Ich war oft über dem Limit. So sollte man nicht fahren und ich glaube, die Spitze fährt auch nicht so. Wir sind noch nicht so nahe, dass wir um den Sieg oder das Podest kämpfen können." Bei Ducati wird fieberhaft weitergearbeitet. Die jüngsten Rennen unterstreichen den Aufwärtstrend. Aus eigener Kraft ist Ducati unter normalen Umständen noch nicht siegfähig.

Die nächste Evolutionsstufe der Desmosedici - intern GP14.5 genannt - wird beim kommenden Rennen in Aragon zum Einsatz kommen. Kann Dovizioso dann um den Sieg kämpfen? "Die Ergebnisse werden natürlich interessant, aber ich glaube nicht, dass es ein großer Fortschritt wird - falls es einen Fortschritt gibt. Wenn man etwas Neues hat, muss es nicht immer besser sein", weis Dovizioso aus Erfahrung. "Ich glaube aber an dieses Projekt. Ich glaube nicht, dass wir mit diesen neuen Teilen einen großen Fortschritt schaffen."

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