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Valentino Rossi erlebte bei Ducati die wohl schwierigste Phase seiner Karriere

Valentino Rossi liefert eine Klarstellung zu seinen Aussagen über die Zeit bei Ducati und betont, dass er den Wechsel zur Desmosedici nicht bereut hat.

Vor dem Misano-Wochenende musste Valentino Rossi besonders viele Interview-Termine wahrnehmen. Auf der offiziellen Seite der MotoGP wurde der Italiener bei einem Interview, das er in seiner Muttersprache gab, offensichtlich falsch zitiert. "Es war ein Fehler, zu Ducati zu wechseln", hieß es. Doch Rossi dementiert, den Wechsel zu Ducati bereut zu haben.

"Ich kann mich nicht genau an meine Aussagen erinnern, die ich von mir gab, als ich erneut dazu befragt wurde. Der Satz stammte aus einem längeren Statement und wurde so nie gesagt", stellt der ehemalige Ducati-Werkspilot klar. "Ich habe den Wechsel zu Ducati nicht bereut", betont Rossi. "Es war eine große Herausforderung. Es war wichtig, dass ich es probiert habe. Wenn ich es geschafft hätte, mit Ducati zu gewinnen, wäre das etwas Besonderes gewesen - ein Italiener auf einem italienischen Motorrad."

Nicht der Wechsel sei laut Rossi ein Fehler gewesen, sondern rückwirkend die Zeit als solches: "Unterm Strich war es ein Fehler, weil ich nicht gewinnen konnte. Wenn ich bei Yamaha geblieben wäre, hätte ich weitere Siege holen und um die Meisterschaft kämpfen können. Das war bei Ducati nicht möglich", bemerkt der 35-Jährige. "Doch wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es wieder probieren."

In zwei Jahren konnte Rossi mit Ducati nur drei Podestplätze holen. In der Saison 2011 wurde Rossi WM-Siebter, 2012 war er WM-Sechster. Dass der Fahrstil des Italieners nicht mit dem Charakter der Desmosedici harmoniert, wurde bereits bei den Tests klar. Alle Versuche, den Charakter der Ducati zu ändern, scheiterten. Im Sommer 2012 entschied sich Rossi dazu, das Ducati-Abenteuer zu beenden und zu Yamaha zurückzukehren.

"Die Ducati ist vom Fahrverhalten nicht mit den anderen Maschinen zu vergleichen. Besonders das Gefühl für die Front ist komplett anders. Man muss seinen Fahrstil ändern. Ich probierte, dieses Problem zusammen mit Filippo Preziosi zu beheben. Doch das gelang uns nicht", bedauert der "Doktor". "Wir konnten besonders im Nassen einige gute Ergebnisse holen. Das schafften wir in Misano auch im Trockenen. Doch unterm Strich gelang es uns nicht, den richtigen Weg bei der Entwicklung der Maschine einzuschlagen", gesteht Rossi.

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