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Marc Marquez und Valentino Rossi duellierten sich auch auf dem Dirtttrack

Nach seinem Sturz in Misano will Marc Marquez nicht mehr jedes Risiko eingehen und die letzten nötigen Punkte für die WM-Verteidigung sammeln

In den Tagen nach dem Grand Prix von San Marino in Misano stattete Marc Marquez erstmals der privaten Dirttrack-Ranch von Valentino Rossi einen Besuch ab, die sich ganz in der Nähe von Rossis Heimatort Tavullia befindet. Neben Marquez waren auch einige andere Motorradrennfahrer eingeladen. Im Mittelpunkt stand aber das Duell der beiden MotoGP-Weltmeister. "Wir haben es sehr genossen, denn viele Fahrer waren da", sagt Rossi mit leuchtenden Augen. "Es war ein guter Tag."

"Marc war sehr schnell, beim ersten Mal so schnell wie ich - wie immer. Ich glaube, er hat die beste Rundenzeit aufgestellt, aber ich habe das Rennen gewonnen", grinst Rossi. "Es steht also 1:1." Er hatte den Heimvorteil genutzt. Aber auch Marquez lacht, wenn er an den Dirttrack-Tag zurückdenkt: "Es war sehr schön. Ich war von seiner Strecke sehr beeindruckt, in Zukunft möchte ich das auch haben. Es hat viel Spaß gemacht, gegen die anderen Fahrer zu kämpfen. Valentino und ich haben wie in Misano gegeneinander gekämpft. Wichtig war, dass wir alle viel Spaß hatten."

Nun wird das Duell wieder auf die offizielle Rennstrecke verlagert und Millionen Fans werden zusehen, wenn Marquez und Rossi ihr Duell im MotorLand Aragon (Spanien) ausfechten. Im Vorjahr holte sich der Spanier den Sieg. Da er zuletzt in Misano nach seinem Sturz nur einen WM-Punkt sammelte, ist auch die Titelentscheidung vertagt. "Am Sonntag in Misano war ich nicht bereit, um gegen Valentino um den Sieg zu kämpfen. Ich habe es aber trotzdem versucht, weil ich hier in Aragon die WM gewinnen wollte", gibt Marquez zu.

"Es war aber nicht möglich, ich ging Risiken ein und war über dem Limit. Dann bin ich gestürzt." Deshalb will der Honda-Pilot von nun an die restlichen Punkte für den WM-Titel sammeln. "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an die WM zu denken und meinen Vorsprung zu verwalten. Ich muss mich komplett auf den WM-Gewinn konzentrieren."

Neben dem Sieg im Vorjahr gewann Marquez auch 2011 das Moto2-Rennen in Aragon. Allerdings kann er sich auch noch an ein kontroverses Rennen im Jahr 2010 erinnern: "Es ist eine meiner Lieblingsstrecken, mir gefällt es immer hier, denn das Layout ist unglaublich. Beim 125er-Rennen damals hatte ich Pech. Ich stand auf der Pole-Position, aber dann bin ich in der ersten Kurve gestürzt. Ich hoffe, dass es in diesem Jahr gut läuft." In der WM hat Marquez 74 Punkte Vorsprung auf seinen Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa.

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