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Andrea Dovizioso sieht positive Aspekte bei der neuen Ducati GP14.2

Andrea Dovizioso und Andrea Iannone haben in Aragon je eine Ducati GP14.2 in der Garage stehen - Das Motorrad ist anders, aber die generellen Probleme bleiben

Für Ducati ist das Rennwochenende im spanischen Alcaniz ein weiterer wichtiger Wendepunkt für die Zukunft. Andrea Dovizioso und Andrea Iannone, der im nächsten Jahr im Werksteam fahren wird, haben je eine GP14.2 zur Verfügung. Vor einigen Wochen konnten beide diesen überarbeiteten Prototypen in Mugello testen. "Ich habe an diesem Wochenende eine GP14 und eine GP14.2", sagt Iannone. "Dieses Motorrad habe ich beim Mugello-Test am Dienstag ausprobiert. Es ist aber sehr schwierig, denn es gibt keinen großen Unterschied. Ich konnte die Motorräder in Mugello nicht vergleichen. Das möchte ich morgen nachholen. Dann entscheide ich mich für die Version, die mir besser liegt."

Diese neue Ducati ist ein nächster Schritt der Ingenieure, um Dinge auszuprobieren und weitere Erkenntnisse zu sammeln. Das komplett neue Motorrad wird erst im kommenden Frühjahr auf der Strecke getestet werden. "Sehr positiv ist, dass die Fußrasten viel schmäler sind, wodurch es viel komfortabler zu fahren ist", sagt Dovizioso über die GP14.2. "Jedes Motorrad ist einfacher zu fahren, wenn es schmäler ist."

"Trotzdem haben wir noch die gleichen Einschränkungen wie vorher. Das haben wir aber erwartet, denn wir haben nicht viel für die Limits beim Lenkverhalten geändert. Positiv ist auch, dass wir mehr Abstimmungsvarianten haben, wo wir in der Vergangenheit eingeschränkt waren." Das größte Problem der Desmosedici ist chronisches Untersteuern. Diese negative Charakteristik ist auch mit der GP14.2 nicht ausgemerzt. "Nein. Das hat sich nicht verändert und die Ingenieure haben mir gesagt, dass das auch nicht das Ziel war", meint Dovizioso. "Das Ziel war anders."

"Die Größe des Chassis ist bei diesem Motorrad anders. Was wir verändert haben, ändert nicht unsere generellen Einschränkungen." Dovizioso spricht davon, dass die GP14.2 angenehmer zu fahren sei. Bisher sagte der Italiener immer, dass es körperlich sehr anstrengend ist, die Ducati schnell zu fahren. Hat sich dieser Aspekt bei der GP14.2 verändert? "Das Motorrad wird über die Renndistanz nicht einfacher zu fahren sein, weil für diesen Aspekt muss das Untersteuern geändert werden und das Motorrad muss immer das machen, was man will."

Lediglich die beiden Andreas haben die GP14.2 in der Garage stehen. Cal Crutchlow, der Ducati mit Saisonende verlassen wird, darf nicht auf das neue Material zurückgreifen. "Ich habe keine GP14.2. Mein Motorrad ist schon anders, als es die beiden haben. Ich bin also schon einen Schritt zurück", sieht der Brite die Situation nüchtern. "Es macht für mich keinen Unterschied, ich verstehe die Situation. Mein Motorrad ist schon seit einigen Rennen anders, also habe ich auch nicht erwartet, das neue Bike zu bekommen. Ich muss mit meinem Material arbeiten und versuchen, so schnell wie möglich zu fahren."

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