vergrößernverkleinern
Vor allem Jonas Folger will sich nach den Strafen zuletzt in Szene setzen

Die drei Deutschen Jonas Folger, Marcel Schrötter und Sandro Cortese nehmen sich für Aragon viel vor - Gelingt einem des Trios die große Überraschung?

Nachdem es für die drei deutschen Moto2-Asse zuletzt in Misano nicht nach Wunsch verlaufen ist, sind die Ziele an diesem Wochenende für das MotorLand Aragon hoch. Jonas Folger hat die Strafe abgehakt und will sich erneut in den Top 10 in Szene setzen. Für Schrötter geht das Projekt bei Tech 3 weiter. Auch er peilt wieder ein Ergebnis in den Punkterängen an. Sandro Cortese kennt die spanische Strecke ebenfalls gut und will sich nicht nur im Training in Szene setzen, sondern auch im Rennen wieder eine Rolle im Spitzenfeld spielen.

"Ohne Wenn und Aber, jetzt muss endlich wieder einmal ein fehlerfreies Wochenende mit möglichst vielen Punkten her und ehrlich gesagt, bin ich für dieses Mal auch recht zuversichtlich, dass es gelingen wird", sagt Folger klipp und klar. "Für Aragon habe ich bestimmt ein top vorbereitetes Motorrad. Ich bin überzeugt, dass unser Setup auf Anhieb funktionieren wird, oder besser gesagt, es für diese Piste nahezu maßgeschneidert ist. Beim Test vor dem Sommer war ich hier damit richtig schnell."

"Von dem her ist die Marschrichtung für dieses Wochenende klar vorgegeben. Es wird voraussichtlich wenig bis gar nichts am Motorrad verändert, sondern einzig und allein hat sich der Fahrer auf die Bedingungen einzustellen. Hoffentlich bleibt das Wetter stabil und trocken, damit wir von den Daten des Tests profitieren können."

Folger macht sich Mut, denn das Potenzial ist vorhanden: "Darüber hinaus freue ich mich auf Aragon ganz besonders. Erstens, weil es einer meiner absoluten Favoriten aller Rennstrecken ist und natürlich auch schon wegen der Pole hier vor zwei Jahren. Als Draufgabe sozusagen bin ich damals auch auf das Podium gefahren. So gesehen sind also äußerst positive Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende gegeben - ich bin zu allem entschlossen."

Auch Schrötter, der die Tech 3 Mistral weiterentwickelt, zieht Zuversicht aus de Test vor einigen Wochen. "Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl in dieses Wochenende. Misano vor zwei Wochen war von der Konstanz her schon recht gut, aber viel mehr stimmt mich unser Test in Aragon Mitte Juni zuversichtlich. An beiden Tagen ist es damals super gelaufen. Ich bin richtig schnelle Rundenzeiten gefahren. Noch dazu bei den feuchtheißen Bedingungen, die die Arbeit nicht einfacher gemacht haben", sagt Schrötter.

"Aufgrund der positiven Testergebnisse ist es wohl verständlich, dass ich nun den Aragon-Grand-Prix um den Deut mehr entgegenfiebere. Außerdem gefällt mir die Piste mit dem anspruchsvollen Layout. Aber jetzt zurück zu den Tatsachen. In erster Linie hoffe ich auf beständiges und gutes Wetter, damit wir am Freitagmorgen auf den Stand des Tests aufsetzen können. Es müssen ab dem ersten Training die gleichen Rundenzeiten am Monitor aufscheinen, die ich vor drei Monaten beim Test gefahren bin."

"Das muss dann die Basis für ein reibungslos ablaufendes Wochenende sein, was endlich auch einmal gelingen muss. Es soll nicht wieder vorkommen, dass uns irgendetwas Unvorhersehbares aus dem Rhythmus bringt, was sich dann logischerweise auf die Konstanz der Trainingsergebnisse negativ auswirkt. An diesem Wochenende will ich von Beginn an bis zum Rennen gleich stark sein und immer im Bereich der Top-10 platziert sein. Wenn es geht, dann am liebsten natürlich unter den ersten Zehn und am Sonntag das beste Saisonresultat toppen."

"Meine Zielsetzung ist nach wie vor die Gleiche, nämlich mich und das Gesamtpaket deutlich weiter zu verbessern. Die Voraussetzungen dafür sind dieses Mal ungleich besser, mit der Basis, die wir Mitte Juni hier geschaffen haben." Im Vorjahr eroberte Cortese in Aragon sein bestes Saisonergebnis. Das gibt auch dem ehemaligen Moto3-Champion Auftrieb: "Ich freue mich, wieder in Aragon fahren zu können. Nicht nur, dass ich hier vergangenes Jahr mein bestes Ergebnis geholt habe, es ist auch eine richtig schöne Strecke, die sehr anspruchsvoll ist. Die erste Sektion mit Bergauf-Bergab-Passagen, die zweite Sektion mit richtig schnellen Linkskurven und dann kommt eine extrem lange Gerade. Die Strecke hat von allem etwas zu bieten und das macht einfach Spaß."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel