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Marc Marquez konnte in Aragon am Freitag keine Bestzeit für sich verbuchen

Marc Marquez hat Yamaha als größten Konkurrenten im Kampf um den Sieg in Aragon noch nicht abgeschrieben - Ducati scheint er als nicht so gefährlich einzustufen

Das Bild in Aragon war am Freitag durchaus ungewöhnlich: Zwei Ducati-Bestzeiten, die Hondas nur dahinter und die Werks-Yamahas - vor allem am Nachmittag - weit weg von der Musik. Weltmeister Marc Marquez geht allerdings davon aus, dass sich die Kräfteverhältnisse im weiteren Verlauf des Wochenendes noch einmal verschieben werden.

Auf die Frage, ob er die Ducatis schlagen kann, antwortet der Weltmeister mit einem Lachen: "Auf einer Runde? Keine Ahnung!" Der Spanier scheint also davon auszugehen, dass die Ducatis erneut nur auf einer schnellen Runde so stark sein werden wie am Freitag. "Ich weiß nicht, ob sie den superweichen Reifen verwendet haben", sagt der Honda-Pilot weiter, den die Zeiten nicht so sehr interessieren.

"Am Freitag ist es das Wichtigste, seinen Rhythmus zu finden. Ich bin zufrieden, denn meiner war hoch und schnell. Ich habe es genossen, denn diese Strecke zählt zu meinen Favoriten", erklärt Marquez, der hier bereits zweimal gewinnen konnte, weiter. Mit der Strecke ist er allerdings noch nicht komplett zufrieden: "Ehrlich gesagt ist es rutschig."

"Mit neuen Reifen ist der Grip gut, aber nach vier oder fünf Runden bauen sie bei allen ab. Es wird morgen schwierig werden, das in den Griff zu bekommen. Ich habe versucht, den härteren Hinterreifen zu verwenden, da ich dachte, dass er nicht so schnell abbauen würde. Aber es war genauso. Das bedeutet, dass es an der Strecke liegt."

"Im vergangenen Jahr hatten wir auch Probleme mit der Haltbarkeit der Reifen. Die Oberfläche scheint die Reifen einfach zu beanspruchen. Das bedeutet, dass der Verschleiß in der zweiten Rennhälfte höher sein wird. Das war im vergangenen Jahr auch so." Mit mehr Gummi auf der Strecke wird sich dieses Problem seiner Meinung nach allerdings von selbst lösen.

Das gelte "ganz besonders für Yamaha, sie werden dann näher an uns dran sein." Der Spanier geht also nicht davon aus, dass die Ränge sieben und zehn im zweiten Training der wahren Stärke von Jorge Lorenzo und Valentino Rossi entsprechen. Trotzdem hofft Marquez, am Sonntag wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen: "Man gibt in jedem Rennen 100 Prozent, aber hier auf meiner Heimstrecke möchte ich natürlich gerne vorne sein."

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